Psychische Gewalt gegen Familien: Kein Besuch nach der Geburt

Neugeborene (Symbolbild: shutterstock.com/Von MikeDotta)
Neugeborene (Symbolbild: shutterstock.com/Von MikeDotta)

Eine menschenverachtende Corona-Maßnahme jagt die andere: Schafft es die werdende Mutter gerade noch – nach dem Vorzeigen eines negativen PCR-Test – zur Entbindung ins Klinikum Landsberg am Lech eingelassen zu werden, so verweigert das oberbayerische Krankenhaus jeglichen Besuch nach der Geburt. 

Das Krankenhaus im oberbayerischen Landsberg zwingt werdende Mütter, sich etwa zwei Wochen vor dem Entbindungstermin alle drei Tage im Testzentrum Penzing auf das Corona-Virus testen zu lassen. So sei man, wenn die Geburt dann ansteht, auf der „sicheren Seite“. Entbunden werden kann im Krankenhaus nach wie vor, heißt es. Dafür sollen aber Mutter und Begleitperson einen negativen PCR-Test vorweisen, der höchstens 72 Stunden alt ist. Wahnwitzigerweise sieht sich die Klinik genötigt zu betonen, dass im Notfall oder bei einer Frühgeburt niemand weggeschickt werde.

Nach der Geburt darf die frischgebackene Mutter aber keinen Besuch empfangen. Die Wöchnerinnen-Station ist geschlossen. Wegen Corona. Für zahlungskräftige Kunden hält das Krankenhaus jedoch rund zehn Familienzimmer auf der „Premium-Station“ bereit. Für schlappe 290 Euro pro Nacht kann hier die Mutter samt Baby und Begleitperson einchecken. (SB)