Lauterbachs weiblicher Schatten: Virologin Brinkmann ist „Germany’s next Panikröhre“

Fragen Sie Professor Brinkmann! (Foto:Imago/Heinrich)

In den Achtziger Jahren flößte der Name „Doktor Brinkmann“ Millionen Deutschen Zuversicht und Vertrauen ein: Damals stand der Chefarzt der „Schwarzwaldklinik“ noch für eine lebensbejahende, ermutigende Manifestation der Medizin. 35 Jahre später lässt die durch Corona zu fragwürdigem Ruhm gelangte Virologin und Kanzler-Flüsterin Dr. Melanie Brinkmann keine Gelegenheit ungenutzt, die große Covid-Apokalypse an die Wand zu malen.

Besonders Brinkmanns kräftige Bildsprache ist mittlerweile berüchtigt, mit der sie vor Wellen, Ausbrüchen und Katastrophenszenarien warnt, die mit Lebensrealität und Wahrnehmung der lockdowngeschundenen Bevölkerung nicht mehr das Geringste zu tun haben. Die 47-jährige bedient sich dabei nämlich einer verdächtig phallischen Metaphorik, die ein wahres Dorado für Freudianer und Psycho-/Sexualtherapeuten eröffnen dürfte: anscheinend haben es Brinkmann vor allem „Raketen“ angetan. Letzten Monat tauchte der „Raketenantrieb“ bei ihr noch als Sinnbild für die Infektionsdynamik des Virus selbst auf; inzwischen soll eher die Politik die Raketen zünden, um die angeblich unvermeidliche „dritte Welle“ abzuwenden.

(Screenshots:Focus)

Brinkmann, Verfechterin der absurd weltfremden Zero-Covid-Strategie, macht keinen Hehl daraus, dass für sie jeder noch so winzige Lockerungsschritt einer zuviel ist und zudem in die falsche Richtung geht. Trotzig, voll Hybris kämpft sie vom hohen Ross ihrer vermeintlichen fachlichen Autorität gegen die Corona-Politik – aber freilich stets vom anderen Ende her als all die Querdenker und Grundrechtsdemonstranten: Ginge es nach ihr, müssen die Inzidenzwerte noch viel niedriger liegen, eben bei besagter „Nullinzidenz“ am besten, und es müsste „intelligentes Testen“ (was immer sie darunter versteht) implementiert sein, bevor überhaupt jemals noch einmal so etwas wie Geschäftsöffnungen geben darf. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte die an der TU Braunschweig lehrende Wissenschaftlerin: „Was uns gerade präsentiert wird, ist eine intellektuelle Beleidigung an alle und keine Perspektive.“ Es heißt zwar korrekt „Beleidigung von allen“ und nicht „an alle“ und mancheiner empfindet wohl eher dies als intellektuelle Beleidigung – doch diese Petitesse ist noch an ihren Einlassungen noch das Verzeihlichste .

Gegen Brinkmann ist inzwischen sogar Karl Lauterbach ein leichtsinniger Covidiot. Trotzdem bilden beide die Achse der Hardliner, die sich hervortut durch eine immer unappetitlichere Lust am Bevormunden, Einsperren und Pathologisierender in Tat und Wahrheit genauso gesunden (oder, je nach Blickwinkel, „kranken“) Bevölkerung, die in Wahrheit ebenso „gefährdet“ oder eben nicht gefährdet ist, wie sie dies durch Viren und andere potentielle Gesundheitsrisiken schon immer gewesen ist, ohne sich deswegen in eine destruktive kollektive Angststarre zu begeben. Lauterbach und Brinkmann, dieses Duo Infernale der neuen Disziplin namens „Panikvirologie“, zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nie wirklich diagnostiziert, sondern nur prognostiziert – und dass seine Befunde allesamt in der Zukunft liegen.

Tiefer Griff in die Mottenkiste der Drohungen

Und so verschiebt sich eben, mit fortschreitendem Zeitverlauf, immer auch das Eintreffen der Katastrophe weiter in die Zukunft: Im Dezember warnten die Horrorpropheten vor der Explosion im Januar, im Februar dann vor selbiger im März (siehe Brinkmanns obiges Raketen-Zitat), und jetzt warten wir eben auf den Raketen-Super-Booster-Blast im April. Nichts davon trat je ein; die belegten Intensivbetten und schweren Verläufe – als einzige relevante Indikatoren einer „Pandemie“ – sind weiterhin rückläufig. Doch Brinkmann warnt trotzdem munter weiter – und greift tief in die Mottenkiste der Drohungen, die sich schon im letzten Herbst als haltlos erwiesen hatten: „Die Intensivstationen werden uns volllaufen„, kündigt sie im „Kölner Stadtanzeiger“ an. Na aber sicher doch – und diesmal ganz bestimmt!

Wir werden uns auch diesmal wieder genau anschauen, was aus den neuesten Ankündigungen der „Expertin“ wird – und in einigen Wochen gerne darauf zurückkommen, wenn sich wieder niemand an das sprichwörtliche „Geschwätz von gestern“ erinnert. Und auch wenn es dann vermutlich wieder keinen mehr interessieren wird: Wir werden es dokumentieren, sollte Brinkmann – wie Lauterbach – ein weiteres Mal schief gelegen haben und die „dritte Welle“ ausbleiben.

Wobei wir hier, um es klar zu sagen, nicht von „Zahleninzidenzen“ asymptomatischer, kerngesunder und beschwerdefreier Positivgetesteter reden, sondern von real Erkrankten, die das Gesundheitssystem fordern. Leider werden jedoch auch dann das Kanzleramt und unsere sensationslüsternen Medien die Glaubwürdigkeit und Autorität ihrer Lieblingsvirologen und dankbaren Interviewpartner nicht hinterfragen, wenn sie sich ein weiteres Mal geirrt haben sollten. Genau deshalb darf Karl Lauterbach weiterhin in gefühlt jeder Talkshow herumlungern – und wird Brinkmann auch in Zukunft begehrte Interviewpartnerin sein. Wenigstens hat sie schönere Zähne als „Dental-Messie“ Lauterbach. (DM)