Was ist los, Herr Drosten? Treten Sie nun als Gutachter vor Gericht auf?

Ob´s wohl stimmt? (Foto:Imago/Heinrich)

Merkels Haus-und Hof-Virologe Christian Drosten soll vor Gericht als Gutachter zu der Wirksamkeit des maßgeblich von ihm mitentwickelten PCR-Tests aussagen. Die Idee dazu stammt von der Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner. Warum aber schweigt sich der Corona-Halbgott seit geraumer Zeit darüber aus, ob er vor Gericht auftauchen will?

Bereits Anfang Februar müsste Christian Drosten Post vom Amtsgericht Heidelberg bekommen haben. Die Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner hatte in Vertretung ihrer Mandantin Drosten als Rechtsgutachter bestellt. Ein Richter am Amtsgericht Heidelberg entschied zeitnah, dass der Charité-Professor ein schriftliches Gutachten anfertigen soll: „Zur Behauptung der Verteidigerin, dass ein PCR-Test keine Infektion im Sinne des §2 Infektionsschutzgesetz nachweisen könne, soll ein schriftliches Sachverständigengutachten erhoben werden. Zum Sachverständigen wird antragsgemäß bestimmt: Hr. Prof. Christian Drosten, Charité Berlin“, heißt es in dem Schreiben, über das der Nordkurier damals berichtete.

Drostens Arbeitgeberin, die Universitätsklinik Charité in Berlin, hat den Eingang des Schreibens gegenüber der Zeitung bestätigt. Nicht nur der Nordkurier fragt sich nun, warum sich Herr Drosten mit einer Antwort, ob er denn nun vor Gericht zu seinem PCR-Test als Sachverständiger etwas zu sagen hat oder nicht, so viel Zeit vergehen lässt. Der Nordkurier hakte nochmals im Vorzimmer des Corona-Orakels nach. Die Antwort: Die Anfrage befinde sich „weiterhin in Bearbeitung“.

Warum also, lässt sich Merkels „Master of Corona“ so viel Zeit mit einer Antwort? Der Nordkurier geht davon aus, dass es nicht nur am Zeitbudget des Herr Virologen liegen könnte. Denn: es geht bei dem Gutachten um den Heiligen Gral von Merkels Corona-Politik. Es geht um die Frage nach der Eignung des, von Drosten maßgeblich mitentwickelten PCR-Tests als verlässlichen Nachweis von Corona-Infektionen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes unter dessen Knute das ganze Land ins Siechtum verfallen und Grundgesetze weggewischt wurden.

Wie jouwatch berichtete, geht es im konkreten Fall um die Mandantin der Heidelberger Rechtsanwältin Beate Bahner. Diese war Ende September 2020 eine Mandantin Bahners aus dem baden-württembergischen St.Leon-Rot von einem Auslandsaufenthalt in Serbien, das damals als Risikogebiet galt, nach Deutschland zurückgereist. Nach ihrer Rückkehr aus Belgrad hätte die Frau der Anordnung des heimischen Ordnungsamts zur Quarantäne plus PCR-Test Folge leisten müssen, und spätestens 14 Tage nach ihrer Einreise ein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen müssen. Die Frau verweigerte dies mit der Begründung, dass der PCR-Test keine Infektion nachweisen könne.

Gegen die daraufhin verhängte Geldbuße von 125 Euro plus Verzugsgebühren setzte sich die Frau mit Hilfe Beate Bahners anwaltlich zur Wehr. Bahner führte in ihrem Widerspruch aus, dass der nach geltender Testpflicht-Verordnung vorgeschriebene PCR-Test bei gesunden, symptomfreien Menschen noch in keinem Fall eine Infektion im Sinne von §2 Infektionsschutzgesetz sicher indizieren konnte. Deshalb könne, so die Anwältin, umgekehrt auch keine Testpflicht zum Nachweis des Nichtvorliegens einer Infektion bestehen. Das Amtsgericht Heidelberg – in gesunder Skepsis gegenüber der behördlichen Rechtslage – hatte dann, mit Beschluss vom 4. Februar, Drosten zum Sachverständigen bemüht.

Nimmt Drosten die Aufgabe an, wäre es das erste Mal, dass Merkels Corona-Front sich in einem Gerichtssaal zu den getroffenen Entscheidungen, die 83 Millionen Menschen in diesem Land zu tragen haben, rechtfertigen müsste.

Warum also hat sich – wie der Nordkurier berichtet – Herr Drosten bis heute nicht zu Wort gemeldet und Merkels Corona-Volk kund getan, wie er gedenkt, sich in benannter Angelegenheit verhalten zu wollen? Auch dem Amtsgericht Heidelberg liegt nach Angaben einer Sprecherin noch keine Zu- oder Absage von Merkels Charité-Professor vor. (SB)