Wie man in den Wald ruft…? Regierung jammert über mehr Gewalt gegen Polizisten in der Pandemie

Foto: Polizei mit Mundschutz (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin – Wenn man sich die vielen Videos und Zeugenaussagen, die in den sozialen Netzwerken kursieren, anschaut und durchliest, kommt man eigentlich unweigerlich auf den Gedanken, dass Teile der Polizei die Pandemie regelrecht ausgekostet haben, um endlich mal beim ansonsten braven Bürger die Sau rauszulassen.

Videos und Bilder von brutalen Uniformträgern, die Jagd auf Jugendliche machen, die ältere und gebrechliche Demoteilnehmer zu Boden reißen, die mit Wasserwerfen bei Minusgraden auf verzweifelte Bürer „einprügeln“ und Kinder beim Spielen malträtierten, waren keine Seltenheit.

Doch nun wird der Spieß einfach mal umgedreht:

Die Bundesregierung erwartet für das Pandemie-Jahr 2020 einen Anstieg der Zahl der Übergriffe auf Polizeibeamte. Es werde „ein erhöhtes polizeiliches Vorgangsaufkommen“ im Bereich des Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte festgestellt, teilte das Bundesinnenministerium den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) mit. Eine Umfrage der Funke-Zeitungen ergab, dass die Zahl der Übergriffe auf Vollzugsbeamte im Jahr 2020 in zehn Bundesländern gestiegen ist, in Baden-Württemberg um 3,2 Prozent, in Bayern um 4,2 Prozent, in Rheinland-Pfalz um 8,4 Prozent, in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg jeweils um mehr als zehn Prozent, in Berlin sogar um rund 18 Prozent.

Dagegen gingen die Zahlen in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen zurück. Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Niedersachsen hatten den Zeitungen noch keine Zahlen gemeldet.

Wenn das wirklich so ist, dann bitte etwas genauer. Wer steckt hinter den Übergriffen auf Polizeibeamte? Die Demo-Omas, die spielenden Kinder? Oder sind es mal wieder die üblichen Verdächtigen, die man nicht beim Namen nennen darf? (Mit Material von dts)