CDU-Politiker überführt: Er feierte eine wilde Corona-Geburtstagsparty!

Party (Symbolbild: shutterstock.com/Von OPOLJA)
Party (Symbolbild: shutterstock.com/Von OPOLJA)

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, einer der wenigen, der die Merkel-Linie seit Jahren kritisiert, ist nun auch eines Corona-Vergehens überführt worden. Er hat nicht – wie andere seiner Parteigenossen – am Corona-Leid der anderen kräftig verdient. Willsch soll das Corona-Verbrechen begangen haben, seinen 60. Geburtstag mit mehreren Gästen im privaten Rahmen zu feiern. 

Wie der Spiegel berichtete, soll eine Videoaufnahme, auf der die feucht-fröhliche Party dokumentiert wurde, das Corona-Verbrechen zeigen. Darin tanzen die Gäste – Achtung: das scheint journalistisch wichtig zu sein! – zu „Lemon Tree“, dem bekannten Pop-Hit von Fools Garden, durch die Küche und singen fröhlich mit. Keine Person, die in dem Video zu sehen ist, trägt dabei einen Mund-Nasen-Schutz oder hält die empfohlenen Abstandsregeln ein.

Willsch hat sich bereits auf Facebook zu seinem Corona-Vergehen geäußert und bedauert -leider – die private Fete:

Klaus-Peter Willsch gilt als ausgemachter Merkel-Kritiker. Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte der CDU-Mann durch sein abweichendes Abstimmungsverhalten in Fragen der Euro-Rettungspolitik. Im Mai 2010 lehnte er als einer von fünf Koalitionsabgeordneten das erste Griechenlandpaket sowie den temporären Euro-Rettungsschirm EFSF ab. 2011 legte er mit seinem „Euro 2.0“ ein Gegenkonzept vor, das u. a. einen Neuzuschnitt des Euro-Währungsgebietes vorsah. Willsch sowie neun weitere Bundestagsabgeordnete gründeten im Mai 2012 eine „Allianz gegen den ESM“. 2014 plädierte Willsch für ein Bündnis der CDU mit der AfD. Diesen Vorschlag erneuerte er 2016. Sein Argument: Die CDU müsse jene Partei zur Koalition auswählen, mit der es am meisten Übereinstimmungspunkte gibt. 2015 äußerte sich Willsch angesichts Merkels verheerender „Flüchtlingspolitik“ extrem kritisch und forderte: „Wir müssen dazu kommen, Flüchtlinge an den Grenzen zurückzuweisen.“ Seine offene Merkel-Rebellion kostete Willsch seinen Mitgliedsposten im mächtigen Haushaltsausschuss. (SB)