Gibt es doch einen Rechtsstaat? Laschet steht neuer Ärger wegen Van-Laack-Maskenaffäre ins Haus

CDU-Chef Armin Laschet droht im Zuge der Masken-Bereicherungsaffäre, die sich innerhalb seiner Partei wie die Pest ausbreitet, neuer Ärger. Laschet´s Sohnemann fädelte einen 40 Millionen teuren Maskendeal mit seinem Geschäftspartner, der Modefirma Van Laack und Papas Landesregierung ein. 

Laschets Sohn, der Mode-Influencer Johannes „Joe“ Laschet, hatte seinem Herrn Papa im vergangenen Corona-Jahr vorgeschlagen, mit seinem Geschäftspartner – dem Mönchengladbacher Textilhersteller Van-Laack, einen Corona-Masken-Deal zu vereinbaren. Auf Vermittlung des für Van Laack modelnden Laschet-Juniors (nach persönlicher telefonischer Terminvereinbarung zwischen Firmenchef und Landesvater) kam der 40 Millionen Euro teure und 1,25 Millionen Corona-Masken umfassende Deal zunächst zustande (jouwatch berichtete). Laschets Landesregierung bestellte bei Joes Modefirma. Nach aufkommender Kritik wurde der Auftrag jedoch wieder zurückgezogen und neu ausgeschrieben.

Die Frist für die Masken-Ausschreibung sei nun abgelaufen, berichtet hierzu der Spiegel. Van Laack hatte sich – neben mehreren anderen Firmen- ebenfalls beworben. Das Mode-Unternehmen kündigte nun an – sollte es den Zuschlag nicht bekommen –  sich zu wehren. Denn – so Van Laak-Firmenchef Christian von Daniels – es sei ein relevanter Schaden für das Unternehmen entstanden, der auch geltend gemacht werden müsse. Die 1,25 Millionen Masken wurden aufgrund der vorherigen Zusage mit dem Logo der Polizei NRW bedruckt. Diese könne man nicht weiterverkaufen.

Laschet reiht sich damit in eine Reihe von Unionspolitikern ein, die in der Schutzmasken-Affäre in die Kritik geraten waren. Gegen den CSU-Abgeordneten Georg Nüßlein laufen Korruptionsermittlungen, die CDU-Parlamentarier Nikolas Löbel und Mark Hauptmann legten ihre Bundestagsmandate nieder. Am heutigen Freitag läuft eine von der Fraktionsspitze gesetzte Frist ab: Jeder Unions-Abgeordnete muss in einer Ehrenerklärung versichern, sich mit der Corona-Krise nicht persönlich bereichert zu haben.

Sollten diese Gestalten, die sich am Corona-Leid der anderen in schamloser Weise bereichert haben, tatsächlich zur Rechenschaft gezogen werden, könnte der Funke aufkeimen, dass es in Merkel Corona-Staat doch noch so etwas wie Gerechtigkeit geben könnte. (SB)