Zu wenig tote Vögel? Kretschmann will höheres Bautempo bei Windkraftwerken

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Stuttgart – Bei der Zerstörung der Natur, der Massenvernichtung unserer Mitgeschöpfe und beim vorsätzlichen Waldmord scheint es den Grünen nicht schnell genug zu gehen:

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat eingeräumt, der Ausbau von Windkraft in seinem Land schreite langsamer voran als geplant. „Heute brauchen wir viel zu lange, bis ein Windkraftwerk steht. Sieben Jahre“, sagte er am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin.

Die Gründe dafür sieht der Grünen-Politiker nicht in der eigenen Politik der vergangenen Jahre: „Das hängt doch nicht nur vom Ministerpräsidenten ab, sondern auch von der Landschaft.“ Zudem habe der Bund die Ausschreibungsbedingungen für Windkrafträder geändert, was zu einem Einbruch beim Ausbau der Windenergie geführt habe. Das werde seine Partei ändern, wenn sie „im Bund auch“ mitregiere, sagte Kretschmann mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl im September.

Zu Beginn seiner Amtszeit als erster – und bisher einziger grüner Ministerpräsident – hatte Kretschmann seiner Landesregierung das Ziel gesetzt, mindestens zehn Prozent Windkraftanteil bis 2020 zu erreichen. Im Jahr 2019 lag der Anteil in Baden-Württemberg bei 4,4 Prozent. Am Sonntag steht die Landtagswahl in Baden-Württemberg an, bei denen Winfried Kretschmann für eine weitere Amtszeit kandidiert.

Also merke: Wenn die Grünen ab Oktober mitregieren – und sie werden mitregieren – ist es nicht nur um unsere Freiheit, sondern auch um unsere Natur geschehen. (Mit Material von dts)