Und nochmal 2 Milliarden: Pannen-Airport BER braucht wieder mal Staatshilfen

Tote Hose am BER (Foto:Imago/FutureImage)

Wie unter dem Brennglas lässt sich der ganze Horror linksgrüner Staatswirtschaft am Beispiel des Hauptstadtflughafens BER studieren, der zunehmend zu einem Jurassic Park neosozialistischen Politikversagens gerät (und bald als Blaupause für ganz Deutschland taugt): Mit bereits 4,5 Milliarden Euro war er schon vor der Pandemie der Pannen-Airport. Nun werden – offiziell wegen Corona und des aktuellen Passagiereinbruchs – nochmal knapp zwei Milliarden Euro an Staatsgeldern gebraucht, um zu verhindern, dass der BER gleich wieder dichtmachen kann.

Die Betreibergesellschaft FBB teilte nun nach einer Aufsichtsratssitzung mit, eine nun anstehende „mehrjährige Durststrecke“ aufgrund abnehmenden Flugverkehrs durch die Corona-Krise machten es unumgänglich, dass die öffentliche Hand – konkret: Die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund – weitere Mittel nachschießen. Ein entsprechender Finanzplan wurde bereits aufgestellt, der bis 2026 (erst ab dann rechnet der Betreiber wieder mit „schwarzen Zahlen“) mindestens 1,9 Milliarden Euro Staatshilfen vorsieht. Wie „n-tv“ berichtet, soll die Summe in fünf Teilschritten fließen; FBB-Chef Engelbert Lütke Daldrup sieht davon 1,1 Milliarden Euro zur Teilentschuldung der Flughafengesellschaft vor und rund 800 Millionen Euro als Liquiditätshilfe.

Hinzu kommt ein weiterer Plan, der bereits für helle Empörung gesorgt hatte: Die Corona-Hilfen für 2020/2021 in Höhe von rund 960 Millionen Euro, die dem BER zufließen, sollen in verlorene Zuschüsse umgewandelt werden. Ob allerdings auch diese Summen ausreichen werden, steht in den Sternen – zumal im Hinblick auf die bisherigen wieder und wieder durch die Realität widerlegten Konzepte und Prognosen.

Auch wenn die Entscheidung über den neuerlichen Hilfsplan noch aussteht – eines ist gewiss: Neun Jahre später als ursprünglich geplant, mit zwischendurch sechs angesetzten und gefloppten Eröffnungsterminen, ist das einstige Berliner Prestigeobjekt zwar nun in Betrieb – doch es wird seinem Nimbus als peinlichstes Infrastrukturprojekt der Bundesrepublik weiterhin gerecht. (DM)