Mit der Notbremse und mit Vollgas gegen die Wand

Schicht im Schacht für Deutschlands Handel (Foto:Imago/Peters)

Berlin – Rein in den Lockdown, raus aus dem Lockdown. Mit ihrer auf völlig unbedeutenden Inzidenzwerten bezogenen Wackelpudding-Politik schaffen die Pandemie-Profiteure nur eins: Verunsicherung, die zur Handlungsunfähigkeit führt. Der Tod eines jeden Unternehmens.

Entsprechend genervt sind natürlich die Geschäftsleute und Gastronomen, wo es wieder einmal heißt, man müsse die Notbremse ziehen, weil hier und da die magische 100 überschritten wurde. Der Einzelhandel warnt nun zurecht noch einmal vor einem neuen Lockdown. „Sollte jetzt die Notbremse gezogen werden, verlieren Händler jegliche Perspektive“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Dienstagsausgaben). Die ersten Öffnungsschritte der vergangenen Tage seien zuletzt ein „kleiner Hoffnungsschimmer“ für Händler gewesen.

„Der Handel braucht keine erneute Schließung, sondern eine flächendeckende Öffnung.“ Ein Hin und Her zwischen Öffnung und Schließung sei nicht zumutbar, sagte Genth: „Viele Händler befinden sich in Existenznot. Für sie zählt jetzt vor allem Planbarkeit.“

Diese könne nur durch eine klare und wirtschaftliche Öffnungsstrategie erreicht werden, die sich von den starren Inzidenzwerten löse und Faktoren wie die Auslastung der Intensivbetten und die höhere Testquote einbeziehe. Die Ansteckungsgefahr im Handel sei gering, wie auch das Robert-Koch-Institut der Branche bestätige, so der HDE-Chef.

Das gilt natürlich auch für die Außengastronomie. Der Frühling naht, spätestens nächste Woche MÜSSEN die Biergärten geöffnet werden, ansonsten bleiben sie für immer geschlossen.

Das muss auch der Bundesregierung bewusst sein. Bleibt die Frage, ob sie das aber überhaupt interessiert. (Mit Material von dts)