Qualität spielt keine Rolle: Laschet will Hälfte der Kabinettsposten mit Frauen besetzen

Foto: Armin Laschet (über dts Nachrichtenagentur)

Politiker und Parteien sind so überflüssig wie ein Kropf. Sie kosten unnötig viel Geld und sind austauschbar. Die Arbeit machen ihre Berater, die politische Richtung bestimmen die Unternehmer.

Politiker sind allerhöchstens als Handpuppen im Kasperletheater namens Bundestag verwendbar. Qualifikation und Fachwissen spielen bei der Besetzung von Ministerposten sowieso keine Rolle mehr. Der aktuelle Beweis: Der neue Anbiederungsvorschlag von Kanzlerkandidat Armin Laschet:

Der CDU-Vorsitzende will im Falle eines Wahlsieges die Hälfte der Kabinettsposten mit Frauen besetzen. „Parität im nächsten Bundeskabinett – das ist mein Ziel“, sagte Laschet der „Zeit“. Die CDU sei in der Pflicht, hierbei ihren Anteil zu leisten.

Es sei wichtig, dass sich auch Männer den Feminismus zum Thema machten und für „die Gleichstellung von Männern und Frauen, für Parität und für Frauen in machtvollen Positionen“ kämpften.

Der Mann hat aber noch andere Vorschläge:

Im Zusammenhang mit der Debatte um Nebentätigkeiten für Abgeordnete hält der CDU-Vorsitzende weitergehende Verschärfungen für möglich. Parlamentsmitglieder sollten keine Tätigkeit annehmen, die sie „vor dem Mandat nicht hatten und die erst aus dem Mandat erwächst“.

Für Laschet sei dies ein „genereller Grundsatz“, sagt er in demselben Gespräch der „Zeit“. Es gäbe Beispiele, „wo man sehr nah an dem Feld wirkt, das eigentlich das Ausschussthema ist“. Hier müsse man „strikt trennen“, so Laschet.

Für den CDU-Chef sei es erwägenswert, klar zu regeln, keine neuen Aufsichtsrats- sowie Beratermandate zuzulassen, sofern zwischen Abgeordneten und Unternehmen bisher keine Zusammenarbeit bestand. Laschet geht damit über die heute von seiner Partei beschlossenen Maßnahmen hinaus. Ebenfalls gestand er gegenüber der „Zeit“ Fehler bei der Pandemie-Politik ein.

Die Bevölkerung habe nicht mehr den Eindruck eines guten Krisenmanagements. „Ein paar Pannen hat es natürlich gegeben“, so Laschet. Beim Impfen liefe es nicht optimal, aber auch bei der Verteilung von Schutzmasken sowie hinsichtlich der Testkapazitäten gäbe es Defizite. Das Zutrauen der Bürger in den Staat sei geschädigt.

Es läuft also nicht optimal beim Impfen? Es gibt ein paar Defizite? Selten hat jemand die wohl größte Katastrophe der letzten Jahrzehnte so heruntergespielt wie dieser Kasper. (Mit Material von dts)