Win-Win-Situation: Grüner Abgeordneter und Betreiber einer „Flüchtlingshilfsorganisation“ fordert Anklage gegen Griechenland

Erik Marquardt (Bild: GUE/NGL - F70A8497; CC BY-SA 2.0; siehe Link)
Erik Marquardt (Bild: GUE/NGL - F70A8497; CC BY-SA 2.0; siehe Link)

Der Grüne EU-Abgeordnete Erik Marquardt, zufälligerweise selbst Betreiber einer Hilfsorganisation auf Lesbos, hält die Mär von den angeblich menschenunwürdigen Zuständen für sogenannte „Flüchtlinge“ am Kochen. Jetzt fordert der umtriebige grüne Menschenretter gar ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland.

Erik Marquardt – ehemals Sprecher der Grünen Jugend – irgendwann einmal in einem 5-Jahre-Chemie-Studium gefangen, aber dann aber abschlusslos dagegen entschieden, lässt sich der heute 33-Jährige vom Steuerzahler ein Studium der Politik, Verwaltung und Soziologie finanzierten. Während der ganze Studiererei hat es der Grüne für seine Partei ins EU-Parlament geschafft. Dort sitzt er seit 2019, engagiert er sich im Bereich Migration und gibt zudem den Fotojournalisten. Mit einer Kamera in den grünen Händchen unternahm er bereits mehrfach Reisen entlang den „Fluchtrouten“ – unter anderem mit der –  „Sea-Eye“. Mit dieser NGO will der tapfere Marquardt bereits mehr als „1000 Menschen aus dem Mittelmeer“ nach Europa – sprich Deutschland „gerettet“ haben. Nur zur Auffrischung: In Italien ermittelt die Staatsanwaltschaft aktuell gegen 21 dieser „Seenotretter“ wegen des Verdachts der Schleuserei und der Beihilfe zur illegalen Einreise.

Dass er das tun muss, und nicht die EU für „sichere Fluchtwege“ nach Europa sorgt, dass kritisiert Marquardt immer und immer wieder. Dem ehemaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière widersprach der „Menschenretter“ vehement, als dieser wagte zu behaupten, dass seine Freunde aus den Reihen der sogenannten Geflüchtetenorganisationen mit Schleppern zusammenarbeiten würden.

Derzeit lebt der grüne Herr Marquardt auf der griechischen Insel Lesbos und betreibt dort – was für ein Zufall und wie er im Zoom-Call mit den Hamburger Grünen verrät – „eine kleine Hilfsorganisation“:

Der Grüne EU-Abgeordnete, so wie ein unüberschaubares Heer an Migrations- und Asylindustiearbeiter, spinnen nach Leibeskräften an der Mär von den angeblich menschenunwürdigen Zuständen seiner „Flüchtlinge“ an den Außengrenzen der EU. Darunter die kürzlich in die Welt gesetzte Meldungen, eine Schwangere habe sich in einem griechischen Flüchtlingslager aus Verzweiflung selbst angezündet oder, dass – wie unter anderem durch Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) verbreitet – Babys in nassen Zelten von Ratten gebissen würden. Die Selbstanzündung entpuppte sich – von deutschen Medien, mit Ausnahme der „Welt„, nicht thematisiert – nach Aussagen eines Vertreters der Internationalen Organisation für Migration (IOM) als gewöhnlicher Kochunfall. Die Rattenbisse konnten laut einem Bericht der zuständigen EU-Task-Force für Lesbos, gerichtet an die Bundesregierung, ebenfalls nicht bestätigt werden.

Für den Grünen offensichtlich inexistent. So beschuldigt Marquardt, griechische Grenzbehörden hätten – nachdem der islamische Despot Erdogan vor einem Jahr die Grenze nach Griechenland für Migranten öffnete – diese mit Tränengas zurückgedrängt und zudem – die Anschuldigung wiegt schwer – scharfe Munition eingesetzt. Griechische Behörden erklärten – so berichtet es das Magazin t-online – auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, bei den Vorfällen Anfang März habe es sich um eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ gehandelt. Die Vorwürfe angeblicher illegaler Handlungen seien „tendenziös“. Solche Handlungen seien nicht Bestandteil der Praktiken griechischer Behörden.

Und weil es Typen wie Marquardt primär auch gar nicht um die Wahrheit geht, oder darum, Recht umzusetzen, verbreitet der Grüne stakkatomäßig, in Griechenland würde nach wie vor „systematisch EU-Recht missachtet“. Seine aktuelle Forderung: Die EU-Kommission soll Griechenland – wie vorher bereits Ungarn und Polen widerfahren –  wegen Menschrechtesverletzungen anklagen:

(SB)