Danke, Mr. Biden: Massiver Migrantenanstieg an US-Grenze zu Mexiko

Migration Mexiko (Bild: shutterstock.com/Von Fishman64)

US-Präsident Biden hat mit der Rücknahme des Migranten-Dekrets seines Vorgängers Trump ein wahres Chaos an der Grenze zu Mexiko ausgelöst. Seither steigt die Zahl von Menschen, die sich auf den Weg in die USA machen, massiv an. Der Gouverneur von Texas sprach von einer „humanitären Krise“.

Ganz eilig hatte es die Biden-Administration damit, kurz nach der Amtsübernahme am 20. Januar – nach Lesart der Mainstreammedien – die „Politik der Abschottung der Südgrenze“ seines Vorgängers Donald Trump zurückzudrehen. Biden unterzeichnete drei Verfügungen und machte damit von Trump erteilte Anordnungen zu Einwanderungs- und Asylfragen im damals erlassenen „Remain in Mexico“-Dekret rückgängig.

Nun – zwei Monate später – kassieren die USA die „demokratische“ Quittung: An der Grenze zu den USA kommt es zu einem massiven Anstieg von Migranten, die ihre Chance wahrnehmen wollen, in die USA zu migrieren. Auf der mexikanischen Seite harren seit Wochen hunderte Personen aus Mittelamerika, Kuba, Haiti und afrikanischen Ländern aus und proben nun den Aufstand. „Wir gehen in keine Herberge, bis Klarheit darüber herrscht, wann uns die Einreise in die USA gewährt wird“, hieß es bei einer Pressekonferenz von 15 Migranten am Mittwoch in der Grenzstadt Tijuana. „Wir bitten den neuen US-Präsidenten Joe Biden nun um Hilfe, wegen Trump haben wir hier so lange gelitten“, vermeldet eine Migrantin aus Honduras.

Biden hatte am Dienstag im Kleinkindrhetorikstil an die Migranten appelliert: „Kommt nicht“. US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas erklärte, die Zahl der Migranten könnte auf den höchsten Stand seit 20 Jahren steigen. Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sprach angesichts der Lage, die unter anderem dazu geführt hat, dass das Messezentrum von Dallas in ein temporäres Notlager umgewandelt wurde, von einer „humanitären Krise“. Bidens Regierung habe „die Schleusen geöffnet“ und sei nicht auf die Folgen vorbereitet gewesen.

Nach Angaben der US-Grenzschutzbehörde CBP griffen die Grenzschützer im Februar 100.441 Personen beim versuchten Übertritt der mexikanischen Grenze auf. Das seien – so die Welt – 28 Prozent mehr als im Vormonat und fast dreimal so viele wie im Februar vergangenen Jahres. 72.113 Migranten seien wieder zurückgeschickt worden. Die Zahl der unbegleiteten Minderjährigen stieg nach CBP-Angaben von 3490 im Februar 2020 auf 9457 im vergangenen Monat.

Ob der US-amerikanische Präsident Joe Biden überhaupt weiß, was er mit der Rücknahme des Trump-Dekrets angerichtet hat, bleibt angesichts seines gesundheitlichen Zustands mehr als fraglich. Bereits bei seiner Präsidentschaftswahl zeigte der heute 78-Jährige immer wieder Ausfälle, die von Medizinern als Demenz diagnostiziert wurden. (SB)