Keine 50 Millionen Euro für hochwirksames Corona-Medikament, aber Milliarden für nutzlose Masken

Virenforschung im Labor (Foto:Imago/ZUMAWire)

Geht es hierzulande eigentlich noch um Heilen, oder nur noch ums große Geschäft, um Privilegierung bestimmter Branchen und Industrien – und um fragwürdigste politische Subventionen mit Hintergedanken? Zwei kleine Braunschweiger Firmen taten sich zu einem Startup zusammen und entwickelten letztes Jahr ein bahnbrechendes Covid-Medikament. Auf Unterstützung vom Bund warten sie vergeblich.

Dieselbe Regierung, die für Milliarden Euro minderwertige und überteuerte Masken anschaffte – einmal während des ersten Lockdowns, dann ein weiteres Mal im Herbst bei Einführung der FFP-Masken (für die Gesundheitsminister Jens Spahn zwei Milliarden Euro zugunsten der ausgebenden Apotheker locker machte) – und die für Impfstoffentwicklung hunderte Millionen an Zuschüssen ausgab, verweigert den erfolgreichen Unternehmen eine notwendige Summe von vergleichsweise läppischen 50 Millionen Euro, die zur Erlangung der Marktreife notwendig wären.

Dabei geht es um Leben und Tod, und die neuen Medikamente sind problemlos geeignet, schwere Verläufe und damit Todesfälle (zumal dort, wo diese trotz Impfkampagne noch auftreten sollten) zu verhindern. Eigentlich müsste diese Entwicklung Top-Priorität haben und allerhöchste Aufmerksamkeit der Bundesregierung auf sich ziehen. Doch im Hause Spahn scheint man sich dafür nicht zum interessieren; vielleicht sind hier keine Lobbyisten oder Mitverdiener am Werk?

Uninteressant für Lobbyisten?

Das auf Antikörperbasis entwickelte Medikament der zwei kleinen Firmen Yumab und Corat Therapeutics hat das Zeug, aus Covid, wo es in ernster bzw. bedrohlicher Form auftritt, endgültig eine beherrschbare Krankheit zu machen. Nun sind eben nur noch, wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet, besagte 50 Millionen Euro zur Massenproduktion und Vermarktung notwendig. Weil der Bund sie nicht unterstützt, suchen die beiden Firmen jetzt weltweit nach Investoren, um den Betrieb nicht einstellen zu müssen, so der „Norddeutsche Rundfunk„, der von vielversprechenden Resultaten berichtet. Erste klinische Tests sollen schon bald beginnen.

Dass die Gesundheitspolitik solche Erfolgsgeschichten ignoriert und ambitionierten Wissenschaftlern und innovativen Unternehmern bei ihren Bemühungen, dem Virus auch ohne zerstörerischen Lockdown seinen Schrecken zu nehmen, die Zustimmung versagt, ist ein Skandal, der einer gesonderten Aufarbeitung harrt.