Deutsche Lehrer schuld an bildungsfernen Migranten? Sawsan Chebli twittert mal wieder „Großartiges“

Sawsan Chebli twittert - Foto: Imago

Die Schere im Kopf macht sich besonders bei jenen bemerkbar, wo dort außer dieser Schere nicht viel ist: Sawsan Chebli, bei der SPD anscheinend vor allem zur Erfüllung der Peinlichkeits- und Dilettantismusquote zuständig, nutzte die Auszeichnung des Biontech-Gründerehepaar Ugur Sahin und Özlem Türeci mit dem Bundesverdienstkreuz wieder für ihre Lieblingsdisziplinen auf Twitter: Deutschen-Bashing und Migrantenverherrlichung.

Mit dem Unsinn, den diese Frau binnen eines Monats auf Twitter hinterlässt, ließen sich ganze Wälzer füllen, die sich allerdings niemand antun würde, wenn er nicht masochistisch veranlagt ist oder eine besondere Lust an der intensiven Empfindung von Fremdscham verspürt. Zu Sahin/Türecis Auszeichnung, an der Chebli typischerweise wieder nur der Umstand des Migrationshintergrunds der Geehrten interessiert, schreibt sie:

(Screenshot:Twitter)

Was Chebli hier behauptet, ist in etwa dies: In erster Linie sind hiesige Lehrer die Bremsklötze für Migranten bei der Entfaltung ihrer riesigen Talente und Potentiale; gäbe es diese Hürde nicht, dann könnte es praktisch jeder Jungtürke, Iraker oder Palästinenser mit harter Arbeit und Ehrgeiz zum Milliardär und Bundesverdienstkreuzträger bringen (immerhin zur Staatssekretärin für Irgendwas kann man es – vor allem als Vorzeigemigrantin – natürlich auch in der SPD bringen, wo dann vermutlich die Erstattung von bis zu 30 Strafanzeigen pro Woche vorwiegend gegen unliebsame Twitter-Hater unter „harte Arbeit“ fällt).

Auf die Idee kommt das Chebli natürlich nicht, dass die meisten jungen Neuankömmlinge hierzulande, vor allem aber auch die arabisch- und türkischstämmigen Mitbürger der zweiten und teilweise dritten Migrantengeneration schlichtweg weder Bock auf harte Arbeit noch irgendwelchen Ehrgeiz haben. Dass sie lieber Shishas rauchen, im Kiez des Babo raushängen lassen, getunte Schlitten fahren – und ihre Vorbilder eher asoziale Street-Rapper und Clangrößen sind als Mainzer Biowissenschaftler. Die Sprachdefizite an Schulen liegt nicht an den Lehrern – sondern an den Schülern und deren trotziger Bildungsverweigerung.

Chebli Scheuklappen gegenüber Bildungs- und Integrationsverweigerung

Dieses Integrationsversagen kennt „Sausahn“ (so die deutsche Aussprache ihres Vornamens) Chebli übrigens aus der eigenen Familie: Ihr palästinensischstämmiger Vater, ein mehrmals in den Libanon abgeschobener Analphabet und immer wieder als Asylant nach Deutschland zurückgekehrt, weigerte sich zeitlebens, Deutsch zu lernen, wie sie selbst freimütig mitteilte.

Was Chebli hier zusammentwittert, ist eine Unverschämtheit gegenüber dem Ehepaar Sahin/Türeci – die bestimmt nicht deswegen Erfolg hatten, weil sie in ihrem Leben nur Türkisch sprachen oder den Koran gelesen haben, sondern weil es ihnen dieses Land ermöglicht hat und sie sich hier aus eigenen Stücken verwirklichten, auch ohne muslimische oder migrantische Opferrolle. Und es ist eine Beleidigung für all die Ausländer, die sich aus freien Stücken hier einbrachten (so wie dies weltweit überall für Immigranten das Normalste der Welt ist, auch ohne staatlichen Zwang oder Belohnung) und Erfolg hatten – auch dank des Einsatzes ihrer deutschen Lehrer. Die anderen wollten es schlicht gar nicht anders! Ein Deutschtürke schrieb diese Woche auf Twitter: „Deutsche kaufen sich ein Wörterbuch, wenn sie für zwei Wochen in den Antalya-Urlaub fliegen. Meine türkischen Landsleute leben seit 50 Jahren in Deutschland, können nur „ich nix verstehen“ stammeln und halluzinieren von deutschem Rassismus. Finde den Fehler.“ (DM)