Nach Kassel-Demo: Grüner Heuchler Özdemir macht einen auf Law & Order

Foto: Cem Özdemir (über dts Nachrichtenagentur)
Die unerträglichsten Doppelmoralisten im deutschen Politikbetrieb findet man in den linken Parteien, insbesondere bei den Grünen, die selbst einst als Bürger- und Basisbewegung begannen und vom damaligen (konservativen) Establishment ebenso angefeindet wurden, wie sie es heute mit Andersdenkenden tun. Deren Stuttgarter Abgeordneter und Parteiprominenter Cem Özdemir nahm die Großdemo von vorgestern in Kassel zum Anlass für „Hetze de luxe“.
Auf Twitter ließ es sich der gerne als „anatolischer Schwabe“ mit seinem Migrationshintergrund kokettierende Özdemir nicht nehmen, in einem wüsten Rundumschlag all jene pauschal zu verunglimpfen, die am Samstag in Kassel und auch anderswo (etwa Dresden) für Grundrechte und Freiheit, gegen eine aberwitzig falsche und arrogante Coronapolitik auf die Straße gegangen waren, und warf der Polizei zu lasches Handeln vor:
(Screenshot:Twitter)
Als Black Lives Matter, linke Aufmärsche gegen Rechts, Hanau- oder Halle-Gedenkfeiern und auch kürzlich wieder Fridays-for-Future-Aktionen trotz Pandemie stattfanden, da war von Özdemir wegen „Nichteinhaltung von Gesetzen und Auflagen“ natürlich kein Wort der Aufregung oder der Empörung zu hören. Im Gegenteil: viele Grüne sympathisierten offen mit den Floyd-Krawallmärschen und griffen allzu dankbar die These des strukturellen Rassismus in Deutschland auf, der sich in den BLM-Protesten nun eben Bahn breche. Und wenn es um Klimaschutz geht, ob im Dannenröder Forst oder bei Kohlekraftwerksprotesten, scherte sich Özdemir um nichteingehaltene Abstandsregeln kein Deut. Und mit Autonomen und Antifa-Schergen hat er vermutlich schon deshalb kein „Masken-Problem“, weil sich diese ohnehin seit jeher vermummen.
Auch im Nachgang einer weiteren besonderen Sorte von „Demonstrationen“, ebenfalls ganz ohne Abstand und Maske, zeigte sich Özdemir wesentlich entspannter: Nach der Stuttgarter Krawallnacht im Juni, als hunderte überwiegend migrationsstämmige Jugendliche die Innenstadt bevölkert und anschließend für Plünderungen inklusive regelrechte Jagdszenen auf Polizisten sorgten, wartete man vergeblich auf ein klares Bekenntnis des Stuttgarter Bundestagsabgeordneten Özdemir gegen die hauptverantwortliche Klientel der (hier dann erstmals medial so bezeichneten) „Event- und Partyszene“. Äußerst dünnhäutig reagierte Özdemir vielmehr stattdessen, als er während eines Fernsehinterviews zu den Krawallen in der Stuttgarter City von einem kritischen Passanten unterbrochen wurde – und diesen daraufhin wenig staatsmännisch beschimpfte („Halten Sie bitte die Fresse!“). Wenn sich solche Kantonisten zu Hütern des Rechtsstaats (oder was davon noch übrig ist) aufspielen, ist Vorsicht angebracht. (DM)