CDU-Sumpf: Bundesrechnungshof prüft Spahn´s Maskengeschäfte

"Maskenmann" Spahn (r.) (Foto: Imago)

Überraschung! Nun gerät der Bankkaufmann, millionenschwere Villenbesitzer und amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn wegen seiner Geschäfte in Sachen Maskenbeschaffung auch ins Visier des Bundesrechnungshofes. 

Dieser bestätigte laut Bild, daß derzeit eine Ermittlern in Spahn´s Ministerium unterwegs sei und prüfe, ob dort alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Es handele sich um ein laufendes Prüfverfahren, zu dem man zur Zeit keine Auskunft geben könne, teilte die Behörde gegenüber Bild mit.

Spahn´s Beamte müssten nun die Akten über Maskenverträge und Prüfprotokolle offenlegen, angeblich habe das bereits zu „lautstarken Auseinandersetzungen“ geführt. Besonders interessiert ist der Rechnungshof an den Masken-Lieferungen einer deutschen Tochterfirma der Versand-apotheke DocMorris („CentroPharm“) an das Gesundheitsministerium. Auf wundersame Weise wuchs im März die ursprüngliche Bestellmenge von einer halben Million Masken innerhalb von nur acht Tagen auf eine satte Million. Nach Angaben des Spiegels seien diese Masken von einem mit Spahn „befreundeten ehemaligen Vorstand“ besorgt worden. Ärger soll es auch mit den Verträgen zu Masken-Lieferungen des Burda-Verlags geben.
Ebenfalls geprüft werde ein Angebot der DM-Drogeriekettte zur Verteilung von Masken an Kunden mit Berechtigungs-Gutscheinen. Spahn soll ein Ein-Euro-pro-Maske Angebot von DM abgelehnt haben und stattdessen die Apotheken mit dem Verkauf beauftragt haben. Die Kosten für diese Verteilaktion belaufen sich für den Steuerzahler auf horrende sechs Euro pro ausgegebener Maske (insgesamt zwei Milliarden Euro).

„Ich musste in dieser Zeit feststellen, dass es wesentlich besser funktioniert, wenn das Angebot von jemandem kommt, den man kennt und einschätzen kann“, rechtfertigte sich der 40-jährige CDU-Mann damals gegenüber dem Spiegel.

Ob und wann es für den deutschen Gesundheitsminister doch noch mal eng wird, steht in den Sternen: Der Bundesrechnungshof könne „derzeit nicht abschätzen“, wann die Prüfung abgeschlossen sein wird, heißt es. (MS)