Kinder als Gefährder: Wann ruft der „Spiegel“ zur Tötung aller Erstgeborenen auf?

Das Zentralorgan für irrationale Angst- und Panikmache in Pandemiezeiten, der früher einmal als Nachrichtenmagazin bekannte „Spiegel„, agitiert wieder mal für intergenerationelle Spaltung der Gesellschaft und sät Misstrauen zwischen Eltern und den eigenen Kindern. Bei nachwuchslosen und empathiefreien verkrachten Existenzen wie der deutschen Kanzlerin, die bereits im Dezember im Bundestag den Tote-Großeltern-Trump ausspielte, fallen solche bizarren Warnungen vermutlich auf fruchtbaren Boden – wie auch bei überspannten Corona-Soziopathen à la Lauterbach.

Die Überschrift, mit der die „Spiegel“-Redakteurin Rebekka von Bredow da vorgestern Abend ihren Beitrag zur Verbreitung der britischen Virusmutation B.1.1.7 überschrieb, stellte einen neuen moralischen und intellektuellen Tiefpunkt deutschen Journalismus dar: „Kinder werden zur Gefahr für ihre Eltern.“ Was sich wie ein Slogan der (jedenfalls unter der nicht-„mobilen“, migrantischen Bevölkerung fortschreitenden) Kinderfeindlichkeit im Land liest, folgt einer perfiden Propagandalinie des herrschenden Corona-Regiments: Es gilt, den Lockdown, die Rücknahme oder Verhinderung von Öffnungen und vor allem die freiheitsberaubende, allfällige „Testdisziplin“ zu begründen, koste es, was es wolle. Warum fordert der „Spiegel“ Deutschlands Eltern nicht gleich zur großen Corona-Kinderlandverschickung auf?

(Screenshot:Twitter)

Am nächsten Morgen war die Überschrift der Online-Ausgabe dann zwar geändert worden in „Passt gut auf euch und eure Kinder auf“, doch der Tenor war derselbe: Basierend auf wieder mal „neuen Daten“ aus Belgien und Großbritannien würde B.1.1.7 vor allem bei Kindern und Jugendlichen um sich greifen – und diese zu gefährlichen Vektoren und Virenschleudern machen. Eine differenzierte Betrachtung, dass das Infektionsgeschehen bei en Jüngeren wohl vor allem deshalb verstärkt registriert wird, weil diese – nicht nur in Deutschland, sondern überall, wo Schulen und Kitas unter strengen Dauertestungen wieder geöffnet sind – einfach viel öfter als andere Bevölkerungsteile getestet werden (obwohl sie selbst überhaupt keinen Anteil am Covid-Krankheitsgeschehen haben), unterbleibt natürlich.

Alles also wie gehabt: Dieselben Warnungen, dieselbe Panikmache wie vor Weihnachten – nur dass es damals die Großeltern waren, die durch „rücksichtslose“ Nähe und „Risiko-Kontakte“ mit ihren Enkeln näher Richtung Hauptfriedhof gebracht würden. Die große Katastrophe blieb damals aus, ebenso wie das für nach Weihnachten prophezeite exponentielle Geschehen (die Zahlen gingen im Gegenteil ab Anfang Januar kontinuierlich für zwei Monate zurück). Deshalb muss die Verunsicherung neue Wege gehen – und so trifft es jetzt die Eltern, denen eingebimst werden soll, ihre eigenen Kinder seien für sie potentiell lebensgefährlich.

Wie geisteskrank ist eine Gesellschaft – und eine Politik -, die es zu zulässt, dass derartige Narrative in die Köpfe der Menschen gepflanzt werden? Man kann es leider nicht drastisch genug sagen: Wer aus kleinen Kindern Mörder macht, weil sie einfach nur ein natürliches Sozialleben leben wollen, der macht sich selbst zum perversen Kinderschänder. (DM)