Wegen Anfrage nach „Migrationsbetten“ – Klinikchef greift AfD an

Corona (Symbolbild: shutterstock.com/Von Photocarioca)

Ein „großer oder nicht unerheblicher Teil“ der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sollen- wie RKI-Chef Wieler bestätigte – „einen Migrationshintergrund“ haben. Um hierzu eine fundierte Aussage zu erhalten, fragte die bayerische AfD-Landtagsfraktion die Staatsregierung, sowie sämtliche bayerische Kliniken an. Jedoch landete die Antwortmail der Main-Klinik in Ochsenfurt nicht bei der AfD, sondern wurde an die Presse lanciert. Die Mainstreammedien feiert den Geschäftsführers Prof. Schraml als Helden. AfD-Fraktionsvorsitzende Katrin Ebner-Steiner nennt die dreiste Antwort eine Beleidigung von Parlamentariern und sei eines Professors unwürdig.

Die bayerische AfD-Fraktionsvorsitzende Katrin Steiner-Ebner hat das getan, was eine Oppositionspartei zu tun hat: Sie stellt Fragen. So die – offensichtlich unerwünschte – Frage, ob es der Tatsache entspricht, dass „ein großer oder nicht unerheblicher Teil“ der Covid-Patienten „einen Migrationshintergrund“ haben. Die Anfrage wurde an die Bayerische Staatsregierung – und nachdem diese nicht in der Lage war, Auskunft zu erteilen – an sämtliche bayerische Kliniken gerichtet. So auch an die Main-Klink in Ochsenfurt, namentlich an dessen Geschäftsführer Prof. Alexander Schraml.

Anstatt jedoch die Anfrage zu beantworten und somit dem Bürger, der mit seinem Steuergeld die Main-Klinik, ein Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg und somit auch Herrn Schraml finanziert, Auskunft zu erteilen, wurde das nur noch als unverschämt zu bezeichnende Antwortschreiben an die Presse lanciert. Die Süddeutsche (SZ) freut sich über das „deftige“ Antwortschreiben, die Main Post feiert Schraml dafür, dass er die AfD „abgefertigt“ habe. Hinter der Bezahlschranke wird die Antwort des Herrn Professor Schraml dahingehend verbreitet, dass dieser erfahren habe, „dass ein großer oder nicht unerheblicher Teil“ der AfD-Fraktion „an einer moralischen und intellektuellen Dysfunktion“ leide. Ob mitgeteilt werden könne, wie viele Fraktionsmitglieder „einen politisch zweifelhaften Hintergrund“ hätten, so die dreiste Gegenfrage im „Abfertigungsschreiben“.

Seit Sonntag kursiert nun in verschiedenen Medien die Antwort-Mail von Prof. Schraml von der Main-Klinik, wie auch eine Stellungnahme der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG). Der privatrechtliche Verein verbreitet unter anderem in der SZ, die AfD habe sich mit „tendenziösen Fragen“ an Kliniken gewandt, die „unterschwellig etwas unterstellen“. De facto handele es sich „nur dem Anschein nach um Fragen“ – eher um Behauptungen, so der BKG-Sprecher Eduard Fuchshuber.

Nach Lesart des BKG und insbesondere nach dem dreisten Herrn Professor Schraml leidet auch der Tierarzt und RKI-Chef Lothar Wieler an einer „einer moralischen und intellektuellen Dysfunktion“ und verfügt zudem über einen „politisch zweifelhaften Hintergrund“. Denn Wieler war es, der Anfang März verkündete, dass „ein sehr großer Teil der schweren Coronafälle Patienten mit Migrationshintergrund zu sein“ scheinen. „Diese Tatsache wird offenbar in der Bundesregierung als Tabu empfunden, wie aus einem Gespräch von RKI-Chef Prof. Lothar Wieler und Chefärzten hervorgeht“, berichtete hierzu die Bild-Zeitung und zitierte hierzu Thomas Voshaar, Chef der Lungenklinik Moers, der angibt, dass über 90 Prozent der intubierten, schwerst kranken Patienten einen Migrationshintergrund haben. Wieler betonte, ihm sei diese Problematik bekannt.

Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Katrin Ebner-Steiner, erklärt zum orchestrierten Medienbashing und der diffamierenden E-Mail von Prof. Schraml:

„Offensichtlich haben einige Leute keine Ahnung, welche Aufgabe einer Oppositionspartei mit Bürgermandat zukommt. Als AfD-Fraktion sind wir unseren Wählern und den besorgten Bürgern verpflichtet und aus diesem Grund bin ich diesem Sachverhalt auch nachgegangen. Das ist auch die übliche parlamentarische Vorgehensweise. Dass nun eine an die Fraktion gerichtete Antwort-Mail in der Presse gelandet ist, soll eher einen weiteren Mosaikstein in das Diffamierungsbild gegen die AfD darstellen als zur eigentlichen objektiven Klärung des angefragten Sachverhalts beitragen.
Die polemische und inakzeptable Ausdrucksweise, die über die Medien als Zitate von Prof. Schraml veröffentlicht wurden sind eines Professors unwürdig.

Als Vorsitzende der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag weise ich diese Beleidigungen aufs schärfste zurück und mahne zur Rückkehr zum sachlichen Dialog. Darüber hinaus warte ich noch auf die ausständige Antwort der Main-Klinik zu meiner berechtigten Anfrage.“