Renten-Schock dank Corona: Künftig viel weniger – und erst ab 67 oder später?

Rentner werden knapp gehalten (Foto:Shutterstock)

Die Corona-Maßnahmen wurden von der Politik seit Beginn der Pandemie mit „im Namen des Schutzes der Senioren“ begründet. Als Anwalt der Generation, die mit ihrer Lebensleistung für den (schon vor Corona längst auf dem Altar von EU-„Solidarität, moralischem Größenwahn in der Flüchtlingskrise und Misswirtschaft geopferten) bundesdeutschen Wohlstand gesorgt hatte, spielte sich vor allem die Union unter ihrer Gottkanzlerin immer wieder auf. Jetzt wird einmal mehr klar: Um das Wohl der Alten ging es nie: Ausgerechnet sie sollen die Pandemie finanziell ausbaden – durch eine „Umwälzung des Rentensystems“.

Entsprechende Pläne nehmen derzeit in der Unions-Mittelstandsvereinigung MIT Gestalt an. Ein aktueller Beschluss von dort organisierten Wirtschaftspolitikern spricht offen von einem späteren Renteneintritt – und zwar „abhängig von der Lebenserwartung.“ Wenn diese – was ja eigentlich wahlweise das Virus oder die im Zuge seiner Bekämpfung in Kauf genommenen Kollateralschäden besorgen müssten sinkt, kämen die erhofften Effekte eines höheren Rentenalters zwar gar nicht zum Tragen – doch anscheinend glaubt man in der Union selbst nicht daran und geht davon aus, dass die Deutschen auch während bzw. nach Corona immer älter werden.

Weil nun aber für die schlimmste und tödlichste Menschheitsseuche aller Zeiten Beträge vernichtet wurden und absehbar noch werden, die bereits die Gesamtkosten der deutschen Einheit in den Schatten stellen, denken die Groko-Parteien je nach Fasson ganz unverhohlen seit längerer Zeit darüber nach, wer die Zeche am Ende zahlen darf. Bei der SPD sollen dies, wer sonst, natürlich wieder die Vermögenden, Großverdiener (falls nach der Krise noch vorhanden) und Unternehmen sein, ergänzt um eine Prise Verstaatlichungen und Zwangsenteignungen – und bei der Union ausgerechnet die Rentner, die um ihren Ruhestand gebracht werden.

Rentner als große Corona-Verlierer

Zunächst soll hierzu  das Alter, ab dem man ohne Abschläge in Rente gehen darf, auf über 67 angehoben werden, wie  „Focus“ unter Berufung auf „Bild“ berichtet: „Ein ‚Weiter so‘ geht nicht“, heißt es in dem MIT-Beschluss. Doch das ist längst nicht alles: Nach und nach – spätestens ab 2031 – soll, mit steigender Lebenserwartung, das Renteneintrittsalter immer weiter nach hinten verschoben werden. Und es kommt noch besser: Auch die Entwicklung der Rentenerhöhung soll massiv gedämpft werden, das bedeutet: künftig sollen die Renten nicht mehr so stark steigen können wie bisher.

Damit gehört am Ende gerade die Altersgruppe zu den größten Verlierern der Pandemie, in deren Interesse sie zum Vorwand der Errichtung eines einmaligen Gesundheitsregimes erhoben worden war. (DM)