Wegen möglicher CDU-Kandidatur: Maaßen wird von Linken und „Parteifreunden“ plattgemacht

Maaßen will der CDU auch in Zukunft treu bleiben I Foto: Paul Klemm

Dass im Bundestag keine unbequemen, authentischen oder verfassungstreuen Persönlichkeiten mit Format erwünscht sind, sondern systemisch korrumpierte, ideologisch linientreue Hinterbänkler mit Abnickautomatik, ist nichts Neues – doch die Hürden, die es heutzutage für streitbare, aber prinzipientreue Kandidaten von Format und Rückgrat zu überwinden gilt, werden immer höher. Und damit sind keine Qualitätsanforderungen oder fachlichen Voraussetzungen gemeint (diese sind bekanntlich fast auf Null geschleift), sondern die Schwierigkeiten, dem Säurebad linker Medien und Pöbler zu widerstehen.

Hans-Georg Maaßen ist ein CDU-Urgestein, ein Top-Jurist und erfahrener Spitzenbeamter, der (bis zu seiner Absägung durch Angela Merkel) nicht nur als Präsident des Bundesamt für Verfassungsschutz diesem Land gedient hat. Als historisch und politisch hochgebildeter Intellektueller und Patriot vertrat Maaßen stets die inhaltlichen Kernpositionen der Union – und blieb diesen auch noch treu, als die CDU unter der gegenwärtigen Kanzlerin einen beispiellosen Selbstentfremdungs- und Linkskurs einschlug. Aus diesem Grund gilt Maaßen heute als „AfD-nahe“, als „rechtsaußen“ oder gleich „rechtsextrem“, weil er der Werteunion angehört – die als einzige versucht, das geistige Erbe einer Partei zu retten, die nichts mehr mit dem zu tun hat, wofür sie noch vor 16 Jahren stand.

Deshalb schlagen jetzt die antidemokratischen, sozialistischen und illiberalen Kreise Alarm und laufen Amok, weil Maaßen nun für den CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen als Bundestagskandidat ins Rennen gehen soll. Laut Medienberichten wird der Kandidatenvorschlag unter den Kreisverbänden noch besprochen, doch alles deutet darauf hin, dass der profilierte Rechtsanwalt und Publizist für den Wahlkreis 196 aufgestellt wird, der neben Schmalkalden-Meiningen auch die Kreisverbände Hildburghausen, Sonneberg sowie die kreisfreie Stadt Suhl umfasst. Reflexartig gehen nicht nur linke, sondern ihre geistigen Brüder in der linksgewendeten Union – Maaßens eigene Parteikollegen – an die Decke.

Wahlkampf gegen die eigene Partei

Einer der notorischsten Spalter und Merkel-Speichellecker, der Ostbeauftragte der Bundesregierung und sächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marco Wanderwitz, fuhr Maaßen und dem Schmalkaldneer Kreisverband gestern voll in die Parade –  attackierte die etwaige Kandidatur des früheren Verfassungsschutzpräsidenten für den Bundestag scharf: „Das ist Irrsinn„, so Wanderwitz zum „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Mit bislang parteiintern nie gesehenen Tiefschlägen ging Wanderwitz Maaßen aufs Übelste an: „Aus meiner Sicht ist Herr Maaßen in Stil und Inhalt schon länger nicht mehr kompatibel mit der Christlich-Demokratischen Union.

Das sagt ausgerechnet ein Emporkömmling, der noch in die Hosen machte, als Hans-Georg Maaßen 1978 in die Union eintrat und sich sowohl in Sachen juristischer Kompetenz als auch in puncto politisches Format als Fliegengewicht gegen diesen erwiesen hat. Hier trifft das Bonmot „Feind, Todfeind, Parteifreund“ wieder einmal voll ins Schwarze. Maaßen selbst kommentierte die Breitseite mit der gewohnten Souveränität:

(Screenshot:Twitter)

Unterirdisch auch die Breitseiten des „Spiegel„, dieses einstigen Nachrichtenmagazins, der seinen hämischen Text über Maaßens Parlamentarierpläne betitelte „Das hier ist doch ein ganz schlechter Aprilscherz – Oder????!„, und als Hauptmeldung zu berichten wusste: „Bundesweit trifft die Personalie auf Unverständnis und Spott – gerade bei CDU-Kollegen.“ Dass eine untadelige Person wie Maaßen (der sich einst den Zorn der „Unteilbar-„/“kein-Millimeter“-Fraktion zugezogen hat, weil er frei erfundene Chemnitzer „Hetzjagden auf Ausländer“ zu Recht bestritten hatte) niedergemacht wird, während Wanderwitz & Co. mit dem bisherigen Schmalkaldener CDU-Mandatsinhaber keine Probleme hatte, sagt schon alles: Bei diesem handelte es sich um niemand geringeres als Mark Hauptmann – den „Goldjungen“, der in der Maskenaffäre 1 Million kassiert hatte und deshalb zurücktrat. Mit Krisengewinnlern und Absahnern hat das Linksmilieu – von der Rumpf-CDU bis zur Linkspartei – mittlerweile weniger Probleme als mit echten Konservativen. (DM)