Kritiker und Kranke werden als geisteskrank gebrandmarkt – Danke, Brigitte!

Psychopath (Bild: shutterstock.com)

„Woran kann man einen Psychopathen erkennen?“ Die Frauenzeitschrift „Brigitte“ – das Journal für die moderne Frau –  weiß, dass diese sich überdurchschnittlich oft unter den sogenannten „Maskenverweigerern“ auffinden lassen.

„Brigitte“, das „Gruner + Jahr“- Qualitätserzeugnis für die moderne Frau, erklärt ihrer weiblichen Leserschaft, woran man einen Psychopathen erkennt. Im Hinleitungstext erfährt die interessierte Leserin, dass Psychopathen Menschen mit dissozialer Persönlichkeitsstörung sind, aber nicht immer durch kriminelle Taten auffällig werden. Nein. Für die kampf-feministische Brigitte-Leserinnen-Fraktion wird Gendermainstreamingfrei festgestellt, dass in „Führungspositionen im Management auffällig viele Psychopathen zu finden sind“. Womöglich deshalb, so die Mutmaßung, weil sie „Meister der Manipulation und Dominanz“ sind.

Die angstbesetzte Frage, ob wir denn – nachdem es sich hier um Supertäuscher handelt – überhaupt einen Chance haben, solche „Psychopath*innen“ zu entlarven, wird mit einem klaren „Ja“ beantwortet. Und dabei hilft und Corona!

„An diesem Corona-Merkmal kannst du Psychopathen erkennen“

Brigitte verweist hierbei auf einen Studie der Universidad São Francisco. In dieser wurde der Umgang mit den Corona-Maßnahmen unter Berücksichtigung von Psychopathie, Empathie und Geschlecht untersucht und das Ergebnis im Journal „Trends in Psychiatry and Psychotherapy“ veröffentlicht. Brigitte kocht die Quintessenz heraus und teilt der Leserschaft mit: „Und tada, es kann so einfach sein: Tatsächlich sollen Menschen mit psychopathischen Zügen das Befolgen der Corona-Maßnahmen eher ablehnen als Empathen.“

Mit dieser totalitären Aussage möchte sich der namenlose Autor des Brigitte-Beitrags jedoch nicht gemein manchen. Nicht ganz zumindest. Auch wenn die Ergebnisse der Wissenschaftler es nahelegen, sollten „wir aber nicht als Hobby-Psychologen sämtliche Corona-Leugner*innen als solche diagnostizieren“. Brigitte erhebt jedoch mahnend den Corona-Zeigerfinger und weißt darauf hin: „Es könnten einige darunter sein. Denn die Ergebnisse leuchten ein. Bei vielen Corona-Maßnahmen geht es nun einmal nicht nur darum, uns selbst, sondern vor allem andere zu schützen. Wer sich jedoch nicht in andere hineinfühlen kann und wem das Schicksal anderer Menschen egal ist, der wird sich dementsprechend auch weniger daran halten“.

Für die Brigitte-Corona-Leserinnen fasst der Autor abschließend nochmals ebenso kurz wie totalitär zusammen: „Von Maskenverweigerern lieber Abstand halten.“ (SB)