Soll Maaßen im Auftrag von Angela Merkel in der CDU kalt gestellt werden?

Foto: Hans-Georg Maaßen (über dts Nachrichtenagentur)

In der Partei der Schleimer und Schmarotzer – der CDU – ist es wieder einmal etwas unruhig geworden. Nachdem sich der Chef der WerteUnion, Alexander Mitsch, frustriert zurück gezogen hat, weil er realistischerweise erkannt hat, dass mit dieser linken Partei kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist, gab es einen neuen konservativen Vorstoß (gegen die grüne Betonwand). Hans-Georg Maaßen, geschasster Chef des Bundesverfassungsschutzes, wollte in den Bundestag, um dort gegen die übergriffigen linken Kräfte zu wirken.

Doch da scheint Angela Merkel nochmal ein Wörtchen mitreden zu wollen. Anders ist diese Meldung nicht zu interpretieren:

Die Nominierung eines Nachfolgekandidaten für den bisherigen CDU-Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann in Südthüringen, um die sich der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen bewirbt, wird verschoben. Das teilte der thüringische CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben) mit. „Zunächst war die Nominierung für den 16. April geplant“, sagte Hirte dem RND. „Der Termin findet jetzt nicht statt. Ein neuer Termin für die Wahlkreisvertreterversammlung ist zwischen den Kreisverbänden meines Wissens nach noch nicht abgestimmt.“ Hirte will am Mittwoch parteiinterne Gespräche führen. In führenden Kreisen der Bundes-CDU gibt es laut RND Bemühungen, Maaßens Nominierung zu verhindern.

Der Ex-Verfassungsschutzchef wird vom CDU-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen favorisiert. Insgesamt umfasst der Wahlkreis jedoch vier Landkreise. Der thüringische CDU-Bundestagsabgeordnete Tankred Schipanski lehnt eine Nominierung Maaßens strikt ab.

„Die Nachricht von einer möglichen Kandidatur Maaßens für den Bundestag in der Nachfolge von Mark Hauptmann habe ich, wie viele andere, für einen Aprilscherz gehalten“, sagte er dem RND. „Ich frage mich, warum man die Suche nach geeigneten Kandidaten in Thüringen nicht intensiver führt.“ Maaßen stammt aus Mönchengladbach. Schipanski fügte hinzu: „Die Wertebasis der CDU – Freiheit, Toleranz, Solidarität, Achtung der Menschenwürde und Demokratie – erfordert eine klare Abgrenzung gegenüber der AfD und den Linken, wie es in unseren Parteitagsbeschlüssen festgelegt ist. Deshalb sollten sich in der CDU nur diejenigen zur Wahl stellen, die diesen Grundkonsens mittragen.“ Wie „vernichtend die Relativierung der AfD“ sei, habe die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gezeigt. „Das sollte sich die CDU Thüringen nicht ein zweites Mal leisten.“ Hauptmann hatte im Zuge der Maskenaffäre sein Mandat niedergelegt und war aus der CDU ausgetreten.

Herr Schipanski scheint das Sprachrohr der Kanzlerin in Thüringen zu sein. Und bei so viel innerparteilichen Widerstand sollte sich Maaßen noch mal in Ruhe überlegen, ob er das Wagnis eingeht. Wer von den eigenen Parteigenossen ständig angepinkelt wird, weil er konservative Thesen vertritt und es wagt, Angela Merkel zu kritisieren, hat in der CDU schlechte Karten.

Statt vereinsamt auf irgendeiner Hinterbank im Bundestag dahinzuvegetieren, sollte sich Maaßen noch mal ernsthaft Gedanken darüber machen, in welcher Partei er besser aufgehoben ist. Verlieren kann er eigentlich nichts mehr. (Mit Material von dts)