Enteignungen, Umverteilung, Lastenausgleich: SPD-Gabriel stimmt auf Katerstimmung nach Corona ein

Die Zukunft ist keine rosige mehr (Foto: Von Zastolskiy Victor/Shutterstock)

Die Caterer beginnen im Hintergrund schonmal damit, die Rechnung für die große Party zu überschlagen – und schnell wird deutlich: In weit höherem und akuterem Ausmaß als bei der Deutschen Einheit wird die Corona-Krise finanzielle Lastenverteilungen erzwingen, die sich die meisten der Besitzenden noch gar nicht vorstellen können. Vermutlich wird diese unvermeidliche, bis nach der Wahl hinausgeschobene Zumutung dann den Befürwortern der derzeitigen Irrsinnspolitik im Namen einer aufgebauschten „Pandemie“ final die Augen öffnen, was hier eigentlich angerichtet wurde.

Mit der unbequemen, aber unabänderlichen Wahrheit rückte nun kein Geringerer als Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel heraus: In einer eindringlichen Beschwörung der wirtschaftlichen Folgen – vor denen „Maßnahmenkritiker“ und Skeptiker, die stets immer vor den Gesamtschäden der Coronapolitik gewarnt hatten – prophezeit Gabriel laut „dts Nachrichtenagentur“ eine „dramatische Entwicklung in unserer Wirtschaft“ – ehe er dann, ganz eingefleischter Sozialdemokrat, die Notwendigkeit für Enteignungen und Umschichtung im Zuge einer „Lastenverteilung“ fordert: Die enormen Kosten, die in der Krise entstanden sind, müssten in ähnlicher Weise bewältigt werden, wie bereits „unsere Eltern und Großeltern schon mal eine Lösung finden mussten.“

Kleiner, aber entscheidender Unterschied: Im Gegensatz zu den realen, erlebbaren Krisen von damals ist die inszenierte Krise Corona – wie übrigens auch die Herausforderung sonstiger weitgehender Phantombedrohungen (Kampf gegen Rechts, Klimaschutz) – nur in ihrer medialen und politischen Imagination wahrnehmbar. Als jeder dritte deutsche Mann nicht mehr aus dem Krieg heimkam und das ganze Land in Schutt und Asche lag (worauf Gabriel anspielt), brauchte sich niemand über die Notwendigkeit harter Maßnahmen, kollektiver Anstrengungen und Umverteilungsregeln zu wundern – diese waren alternativlos, weil die Katastrophe echt war.

Kleine, aber feine Unterschiede zu 1945

Bei Corona hingegen wird sich so mancher, der heute noch für Lockdowns klatscht, bald schon fragen, ob die Verbrennung volkswirtschaftlicher Myriardensummen im Namen einer kollektiven Psychose tatsächlich derartige Opfer wert war: Dann nämlich, wenn ihm die ersten Enteignungsbescheide oder Abgabenforderungen auf seine Spar- und Immobilienvermögenswerte ins Haus flattern. Der riesige Schuldenberg, mit dem Deutschland in die Zukunft geht, macht dies unausweichlich – unabhängig von den absehbaren, sozialen Kürzungen und am Ende auch einem Rückbau der Gesundheitsversorgung. Diese unvermeidlichen Folgen einer verantwortungslosen, zukunftszerstörerischen, nur noch wahnwitzigen Gesundheitspolitik im Namen eines Virus werden weitaus mehr Opfer fordern als diese Pandemie selbst.

Neben Gabriel warnt auch der renommierte Berliner Historiker Heinrich August Winkler vor den gravierenden Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Gesellschaft: „Es wird im Zuge dieser Krise zu einer der größten materiellen Herausforderungen der deutschen Nachkriegsgeschichte kommen„, so der Geschichtsprofessor laut „dts Nachrichtenagentur“. Die hierbei im Raum stehenden Geldsummen machten eine „Umverteilung großen Stils notwendig„.

Winkler formuliert immerhin eine etwas selektivere Lastenverteilung: „Es muss zu steuerlichen Belastungen vor allem derer kommen, die von der Krise wirtschaftlich weniger stark betroffen sind oder gar von ihr profitieren.“ Da können sich all die Maskenprofiteure, aber auch die Politiker von heute, die in dieser Krise ihre Bezüge ohne jede Schmälerung weiterhin pünktlich auf dem Konto hatten, während sie andere mit ihren Entscheidungen in Berufsverbote oder den wirtschaftlichen Ruin trieben, warm anziehen… (DM)