Ex-Adidas Manager von seinen „Lieblingsmenschen“ überfallen und verprügelt?

Vier vermummte „Männer“ haben den früheren Adidas-Manager Bernard Tapie und seine Frau in ihrem Haus angegriffen und verprügelt. Bei den vier mutmaßlichen Tätern soll es sich um drei Afrikaner und einen Nord-Afrikaner handeln, heißt es aus Polizeiquellen. Pikant, denn Tapie ist ein ausgesprochener „Flüchtlings-Freund“.

Der 78-jährige französische Ex-Minister und Unternehmer hatte sich in der Vergangenheit immer auf der Seite der „Flüchtlinge willkommen“-Rufer positioniert. Der Hinweis, dass er immer auf der Seite der Migranten gestanden hätte, half ihm in der Situation wenig: “Fuck you, diese Zeiten sind vorbei!”, soll laut Free West Media die knappe Antwort seiner Angreifer gewesen sein. Sie waren durch ein Fenster ins Schlafzimmer des Ehepaares eingedrungen und hatten ihre Opfer nicht nur mit Elektrokabeln gefesselt, sondern auch mit einem Schlagstock verprügelt, bevor sie sie ausraubten. Bernard Tapie und seine 70jährige Frau Dominique, die auch an den Haaren durchs Haus gezerrt und mehrfach ins Gesicht geschlagen worden war, erlitten Prellungen und Blutergüsse, insbesondere im Kopfbereich.

Die brutale Tat in der ehemaligen Mühle in Combs-la-Ville in der Nähe von Fontainebleau in der Nacht zu Ostersonntag hatte ganz Frankreich schockiert. Präsident Emmanuel Macron höchstselbst griff zum Telefon, um dem schwer an Krebs erkrankten Tapie sein Mitgefühl auszusprechen und ihm volle Aufklärung zu versprechen. Tapies Sohn Stéphane schilderte den Überall auf seine alten Eltern im Fernsehsender BFM-TV. Aufnahmen von Überwachungskameras, die die Täter zeigen, sollen bei der Aufklärung helfen.

Von Seiten der verhassten „Rechten“ meldete sich Jean Messiha, ein in Ägypten geborener französischer Ökonom und ehemaliger hoher Beamter im Verteidigungsministerium zu Wort. Er ist Mitglied der von Marine Le Pen geführten Rassemblement National und leitet den neu gegründeten rechten Think Tank des Apollo-Instituts. Denselben Bernard Tapie, der einst Jean-Marie Le Pen der Lüge über den Zusammenhang zwischen abnehmender Sicherheit und steigender Migration beschuldigt hatte, habe heute die Realität eingeholt, twittert Messiha und schob noch ein trockenes „Gute Besserung!“ hinterher.

Jean Messiha hat wegen seines Tweets heftigen Gegenwind zu erleiden. In der linken Twitterblase wird ihm vorgeworfen, daß er selbst ein Einwanderer sei und er andere Zuwanderer pauschal verunglimpfe. Für seine Anmerkung entschuldigen will sich der 50-Jährige aber bisher nicht. (MS)