Ganz was Neues: EU nennt Erdogan, den Diktator, einen Diktator

So macht sich Europa lächerlich: Von der Leyen (l.) bei Erdogan in Ankara (Foto:Imago/Xinhua)

Das maßgeblich von der deutschen Kanzlerin tiefergelegte Niveau in Sachen Freiheit und Menschenrechte wird leicht erhöht – allerdings nicht in Berlin, sondern in Rom. Zumindest für einen kurzen Moment unserer Freude.

Von Hans S. Mundi

Man darf aber sicher sein, dass die charakterlose deutsche Außenpolitik mitsamt Merkels Strippenziehern bereits auf Hochtouren läuft, um den lieben Herrn Diktator am Bosporus wieder zu besänftigen.

Deutsche Dackel*innen als Erdogans Bettvorleger

Ausgerechnet Italiens Ministerpräsident und Ex-EU-Finanzexperte Mario Draghi lässt es krachen. Anlass war die symbolische De-Platzierung einer Frau vor den Füssen des neoosmanischen Kalifen Erdogan, der seinen islamischen Religionsfaschismus immer ungehemmter und expansiver raushaut. Beim Treffen einer EU-Delegation war Ursula von der Leyen auf einem Beistell-Sofa wie ein Stück Dekoration abgelegt worden. Da deutsche Dackel*innen bekanntlich alles mit sich machen lassen, denn sie sind die besten Bessermenschen dieser Welt, wurde der peitschenknallende Affront natürlich hingenommen. Lediglich Draghi platzte als bekennendem Europäer der Kragen, hinterher.

Mario Dragi traut sich was, aber nur kurz

Italiens Regierungschef Mario Draghi hat den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan als „Diktator“ bezeichnet. Draghi übte am Donnerstag scharfe Kritik am Umgang mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch in Ankara. „Ich war sehr betrübt über die Demütigung, welche die Kommissionspräsidentin wegen dieser – nennen wir sie beim Namen – Diktatoren erleiden musste“, sagte der italienische Ministerpräsident bei einer Pressekonferenz in Rom. Die EU müsse aber mit Staatschefs wie Erdogan zusammenarbeiten.“

Es ist ja nun auch nicht alles schlecht an Diktator Erdogan

Man beachte den letzten Rückzieher-Satz! Selbst Draghi fängt sich gleich wieder ein und schraubt alles zurück. Wo steht geschrieben, dass man mit einem üblen Diktator, wie es definitiv Sultan Erdogan ist, „zusammenarbeiten müsse“…?! Nirgends! Es sind diese jämmerlichen Gestalten, die heute Politik im Namen ihrer westlichen Völker betreiben, die eins ums andere Mal rechtsstaatliche Prinzipien, demokratische Werte und Menschen- sowie Frauenrechte verraten, verkaufen, vergessen. Allen voran die ostzonale ICH-ICH-ICH-Matrone Merkel, die ihre entrückte Dilletanz für Weltklasse hält und für ihren Flüchtlings-Deal mit Erdogan diesem in den Allerwertesten samt dicken Geldsäcken kroch und uns Millionen von Migranten brachte, da Merkel unsere Grenzen nicht schützen und das lieber ein bisschen Erdogan überlassen wollte.

Die türkischen und andere Islamisten lachen über den feigen und vollidiotischen Gender-Westen

Erdogan lacht sich vermutlich schlapp – Merkel und andere politische Figuren in Europa sind auch einfach nicht ernstzunehmen und keine Gegner. Sie sind allesamt feige, dumm und selbstherrlich. Die islamische Expansion kann also munter weitergehen und die Türkei wird weiter sukzessive zum staatlichen Gefängnis ausgebaut – Freiheit gibt es in islamischen Ländern nicht.

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Erdogan hustet einmal laut und der Westen kuscht sofort wieder

Die Antwort aus der Türkei ließ nicht lange auf sich warten: Wenige Stunden später kommentierte Außenminister Mevlüt Cavusoglu die Aussage des ehemaligen EZB-Chefs auf Twitter als „hässliche und ungezügelte Bemerkungen“ und nannte Draghis Rhetorik „populistisch“. Der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu zufolge bestellte das türkische Außenministerium den italienischen Botschafter Massimo Gaiani ein. Cavusoglu hatte zuvor erklärt, die Anordnung der Sitze haben den Forderungen der EU entsprochen. Sein Land sehe sich „ungerechten Vorwürfen“ ausgesetzt. Draghi hatte schon bei seiner Amtseinführung am 17. Februar kritisch über die Türkei gesprochen. Man werde weiter daran arbeiten, einen „tugendhafteren Dialog zwischen der EU und der Türkei“ zu erreichen.“