SWR macht Sendung mit Antisemitin und Israel-Hasserin

SWR (Bild: shutterstock.com/Von Bastian Kienitz)
SWR (Bild: shutterstock.com/Von Bastian Kienitz)

Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk die Zwangsgebühren des Beitragszahlers in die wahnwitzigsten Projekte stopft, ist mittlerweile Allgemeingut. Nun wurde sogar eine ausgemachte Antisemitin mit Verbindungen zu vermutlich islamistischen Organisationen ihren Israel-Hass auf der öffentlich-rechtlichen Bühne des SWR-Talkshowformates „Five Souls“ eingeladen.

Der Beitragszahler wird nicht nur dazu verdammt, Liedgut zu finanzieren, das die Großmutter-Generation als „Umweltsäue“ diffamiert oder „Satirestreifen“ finanziell unterfüttern muss, die den Corona-Virus als Weltenretter feiert, weil er die Alten dahinrafft. Keine Geschmacklosigkeit, keine Abartigkeit wurde vom öffentlich-rechtlichen Angebot ausgelassen. Neuestes Meisterstück: Das neue SWR Youtube-Talk-Format „Five Souls“ lud sich in seine ach so „bunte“ Sendung Feyza-Yasmin Ayhan ein. Die „Dame“ firmiert als Poetry-Slamerin unter ihrem Künstlernamen Yasmin Poesy. Wenn sie sich nicht gerade ihre muslimische Seele aus dem Hirn slamt, tritt sie schon mal in der, vom Verfassungsschutz beobachteten Berliner Dar as-Salam-Moschee auf einer Veranstaltung der „Deutschen Jugend für Palästina“ (DJP) auf. Dort zelebrierte sie 2015 einen ausgewachsenen israelbezogener Antisemitismus:

„Dieses Land kann niemals von seinen Leuten getrennt werden. Es ist unser heiliges Land. Es gibt keinen der diese Wunder bestreiten kann, keiner der kontern könnte wenn ich sage, Palastine verdient Freiheit (…) wenn ich sage eine Zwei-Staatenlösung ist nicht fair. Wir wollen nicht nur Frieden wir wollen Gerechtigkeit. (…) Wir wollen unser Land wieder echt vereint. (…) Der Palästinenser greift zum Stein, der Palästinenser muss lebensmüde sein?(…) Die Palästinenser sind ein Kämpfervolk, nicht lebensmüde, aber stolz. Das was Israel in Palästina vernichtet hat, wird nicht sterben und das was Israel in Palästina errichtet hat, wird keine Sekunde leben.“

Ayhan demonstriert ganz offen ihre Sympathien für Organisationen, die eine Nähe zum islamistischen und Hamas-Nahen Spektrum zeigen. Auf ihrem Instagram-Profil ist in ihrem Steckbrief die Webseite der Hilfsorganisation „Islamic Relief“ angegeben. Islamic Relief wird vom israelischen Verteidigungsministerium seit 2014 als Finanz-System der Hamas eingestuft und gilt in Israel rechtlich als Terrororganisation.

Das Video vom Auftritt von der bekopftuchten Ayhan ist im Netz seit 2015 öffentlich einsehbar. Ebenso ihr Instagramprofil, auf dem sich weiter antisemitische Beiträge finden.

Informationen also, die auch für die Redaktion des SWR, der zweitgrößte Rundfunkanstalt der ARD, zugänglich sind. Nachdem Tichys Einblick (TE), sowie Kommentarmeldungen den SWR auf den antisemitischen Gast ihres Talkformats aufmerksam machten, kam nachfolgende Rechtfertigung – von TE veröffentlicht – um das öffentlich-rechtliche Eck: „Bei der Auswahl von Gästen folgt das „Five Souls“-Team klaren redaktionellen Guidelines. Dazu gehört auch, dass es sich ein klares Bild von den weltanschaulichen Positionen der Gäste macht. Es wurde versucht, alle Auftritte und Äußerungen von Frau Ayhan zu erfassen.“ In Zeiten „weitgehender Medialisierung“ von Biographien sei dies schwer. Ayhan sei in dem besagten Clip nicht unter ihrem gebräuchlichen Vornamen (Yasmin) sondern mit dem zweiten Vornamen (Feyza) aufgetreten. „Der SWR und das Team von „Five Souls“ fühlen sich den Werten der offenen Gesellschaft verpflichtet und distanzieren sich von allen Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, insbesondere antisemitischen und rassistischen. Ein Ziel von „Five Souls“ ist es, diese Werte auf unterhaltsame Art aus vielfältigen Perspektiven zu verteidigen.“ 

Einmal mehr zeigt sich, dass es nicht damit getan ist, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk durch Zusammenlegung einzelner Sender zu verschlanken. Er gehört abgeschafft. (SB)