„Wie Schwerverbrecher“ – Gastronomen lösen mit Café-Öffnung Polizeieinsatz aus

Aus purer Verzweiflung öffnet ein Gastronomen-Ehepaar aus Ostwestfalen ihr Café. Die staatlichen Corona-Repressalien folgen auf dem Fuß: Der Versuch, ihr Lebenswerk, ihre Existenz zu retten, endete mit blauen Flecken, Bußgeld und beschlagnahmter Einrichtung. 

Sabine und Frank Goller betreiben im ostwestfälischen Städtchen Rietberger ein Cafe. Das taten sie zumindest, bevor eine alles vernichtende Corona-Politik ihnen ihre Lebensgrundlage raubte. Kurz vor Ostern kündigte das Ehepaar an, trotz Lockdown und angedrohter Strafen wieder aufmachen zu wollen, endlich wieder – unter Beachtung der Corona-Auflagen wie Abstand und Kontaktnachverfolgung – Geld verdienen. Am die Online-Ankündigung: „Am Gründonnerstag machen wir das „Café Päusken“ wieder auf“.

Der angekündigte Öffnungsversuch und die darauf folgende staatliche Reaktion zeigt auf, zu welchen Mitteln die Merkel-Corona-Regierung mittlerweile bereit ist, zu greifen.

Nachdem die Wirtsleute davon ausgehen, keine neutrale Berichterstattung zu den Geschehnissen zu erhalten, veröffentlichen sie auf Facebook nachfolgenden Post:

„Wir nehmen Stellung
Wir gehen nicht davon aus, dass es eine neutrale Berichterstattung gibt, da sich bei uns keine Zeitung gemeldet hat, um zu hinterfragen.
Wir sind weder Corona Leugner noch Rechts oder was auch immer…Wir kämpfen um unsere Existenz die durch nicht nach zu vollziehenden Maßnahmen gefährdet ist.
Wieso darf auf unseren abgesperrten Stühlen Ware verzehrt werden, die 50 Meter vorher verkauft wurde und unsere Ware nicht?
Also haben wir uns entschlossen, bei schönem Wetter den Biergarten am 01.04. zu öffnen unter strengen Corona Regeln. Den Gastraum haben wir abgesperrt.
Der Gartenschaupark hat zur gleichen Zeit zu Kaffee und Kuchen, Snacks ectr in den Kletterpark eingeladen.
Nachdem das Ordnungsamt 2 mal um Schließung aufgefordert hat und wir dieses verneint haben,
(da das Bußgeld eh ausgesprochen wurde), ist der Biergarten von 12 Polizisten, 5 Leute vom Ordnungsamt und dem Bürgermeister gestürmt worden.
Die Polizisten mit Kugelsicherer Weste, Schlagstock und Pistole.
Tische und Stühle wurden beschlagnahmt und zum Bauhof gebracht.
Handy wurde unserem Sohn gewaltsam entwendet und auch mein Mann wurde angegriffen und sollte sein letztes Video zeigen, welches sehr privat war.
Bevor irgendwelche unwahren Behauptungen aufkommen, fragt uns einfach….
Wir kämpfen weiter….“

Völlig angemessen sei der Einsatz im „Päusken“ gewesen, so hingegen Stadt und Polizeibehörde laut der Welt. Man habe die Gollers zunächst vor den Konsequenzen gewarnt. Als das Ehepaar nicht einlenken wollte, habe man Amtshilfe der Polizei hinzugezogen. Ein Café könne man schließlich nicht mit zwei Beamten räumen. Frank Goller besitzt Handyaufnahmen, die den Arm seinen Sohnes zeigen, voller blauer Flecken und Abschürfungen. Im Polizeibericht heißt es indes: „Im späteren Verlauf der Maßnahmen kam ein 29jähriger Sohn der Betreiberfamilie ebenfalls zu dem Café und störte die Einsatzmaßnahmen. Hierbei kam es auch zu Widerstandshandlungen. Gegen den 29jährigen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Gegen die anderen Personen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.“

Das Gastronomenehepaar zeigt sich davon überzeugt, dass an ihnen ein Exempel statuiert werden sollte, damit nach ihnen niemand mehr auf ähnliche Ideen kommt. Das Ehepaar bereut die Aktion nicht. Zu verlieren habe man ohnehin nichts mehr. Bereitschaft bei manchen verzweifelten Gastronomen in der Nachbarschaft sei da. Aber auch Angst. Realität im Merkel-Coronajahr 2021. (SB)