Mehr Suizidversuche durch Corona bei Kindern: Zahlen aus Schweiz widerlegen lügende „Faktenfinder“

Foto: Von Great Pics - Ben Heine/Shutterstock

Anders als in Deutschland, wo die Regierung angeblich über keine Zahlen zur Entwicklung der Selbstmordrate in der Pandemie verfügt – eine ungeheuerliche Vernachlässigung der Folgenkontrollpflichten angesichts nie dagewesener Zumutungen und Einschränkungen für die Bevölkerung – werden anderswo entsprechende Zahlen nicht unter den Teppich gekehrt, sondern zumindest regional erfasst und veröffentlicht. So etwa in der Schweiz: Dort schlagen jetzt die Ärzte im Kinderspital Zürich Alarm, weil die Zahl der Suizidversuche bei Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie „markant gestiegen“ sei.

Während in Deutschland Regierungsbehörden zynisch alle Kollateralschäden an durch verschobene Operationen Verstorbene, an Einsamkeit und Isolation Dahingeschiedene oder eben Suizide (aus schierer Verzweiflung) mit Nichtwissen bestreiten und die Sender und Verlage, vor allem aber die sozialen Medien Heerscharen von staatlichen geförderten „Faktencheckern“ an die Front im Infokrieg schicken, um auch nur entsprechende Mutmaßungen als „Fakenews„, „unbewiesene Tatsachenbehauptungen“ oder „Erweckung von Falscheindrücken“ zu flaggen und unterdrücken, sprechen die Fakten dort, wo sie ans Licht kommen, eine mehr als deutliche Sprache.

Allein in Zürich wurden im vergangenen Jahr mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche nach einem Selbstmordversuch in die Notfallstation der Kinderklinik eingeliefert als im Vorjahr. Der Leitende Psychologe des Kinderspitals, Markus Landolt führt dies auf die Corona-Pandemie zurück, wie das Portal „telebasel.ch“ berichtet – unter Berufung auf ein Interview, das Landolt gestern der „Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag“ (NZZ) gegeben hatte. Darin sprach er von einem „höchst wahrscheinlichen“ Zusammenhang und verwies auf die blanken Zahlen: 2020 kamen 49 Kinder und Jugendliche alleine in Zürich nach Selbstmordversuchen in die Notfallstation, im Vorjahr waren es 22. Und alleine in den den ersten drei Monaten 2021 waren es schon 21 Fälle – so viele im gesamten Jahr 2021. Landolt warnt: „Die Situation spitzt sich zu.“ Die Betroffenen stammen seinen Aussagen nach aus allen sozialen Schichten.

Bereits im ersten Quartal 2021 so viele Suizidversuche wie im gesamten Jahr 2019

Motive für die Selbstmorde sind vor allem soziale, familiäre und situative Verzweiflung und Stresssituationen, die eindeutig mit der Pandemie in Zusammenhang stünden. Neben Konflikten und Gewalt gäbe es auch viele Fälle, in denen die Betroffenen davor Angst hätten, in der Schule den Anschluss zu verlieren oder „die hohen Erwartungen der Eltern nicht erfüllen zu können.“ Hinzu kämen Zukunftsängste – gepaart mit allgemeiner Einsamkeit und Traurigkeit. Neben den Selbstmorden nahm laut den Chefpsycholoigen auch die Zahl der stationären Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen mit psychosomatischen Störungen stark zu – etwa um 300 Prozent.

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Bedenkt man nun, dass die Schweiz deutlich moderatere Maßnahmen als Deutschland ergriffen hat (dort sind die Schulen und Kitas längst wieder offen, ebenso die Geschäfte) und es einen Merkel-Dauerlockdown schlicht nicht gab, dann lassen sich alleine nach Extrapolation der hierzulande bekanntgewordenen Einzelfälle, aber auch im Vergleich mit unserem Nachbarland weitaus schlimmere Zahlen vermuten. „Correctiv“, dpa & Konsorten, aber auch die öffentlich-rechtlichen Regierungslautsprecher werden es früher oder später schwer haben, die mutmaßlich mehr als bittere Wahrheit weiter zu klittern oder totzuschweigen. (DM)