Trotz Corona-Lockdown – Al Kuds Marsch in Berlin für 8. Mai angemeldet

Al-Quds March in Berlin 2019 (Bild: shutterstock.com/ alexanderboehm)
Al-Quds March in Berlin 2019 (Bild: shutterstock.com/ alexanderboehm)

Dieses Jahr soll trotz Corona-Lockdown wieder der antisemitische Al-Quds Marsch in Berlin stattfinden, der von der Hisbollah und dem Iran gesponsert wird.

Bei der Berliner Polizei liege laut Meldung der Berliner Zeitung eine Anmeldung für den »Al-Kuds-Marsch« für den 8.5. vor. Die Veranstalter sollen mit rund 2000 Teilnehmern rechnen. Ab 14.30 Uhr wollen die Teilnehmer vom Adenauerplatz über den Kurfürstendamm, Tauentzienstraße zum Wittenbergplatz ziehen, so die BZ.

Der Marsch findet seit 1996 statt, wurde im vergangenen Jahr allerdings wegen Corona abgesagt. In der Vergangenheit wurden regelmäßig Fahnen der Hisbollah geschwenkt, Israel-Fahnen verbrannt, Hitlergrüße gezeigt und Hassslogans wie »Hamas, Hamas, Juden ins Gas!« und »Kindermörder Israel!« gerufen.

Die stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Beatrix von Storch nannte 2019 den »muslimischen antisemitischen Hass am Al-Kuds-Tag« in Berlin »unerträglich«:»Der grassierende Antisemitismus in Deutschland trägt vor allem ein muslimisches Antlitz, auch wenn diese Tatsache von der Bundesregierung, den Altparteien und zahlreichen Medien fast immer negiert wird,« so von Storch. Die AfD sei »die einzige Partei, die klar und deutlich vor diesem importierten muslimischen Judenhass warnt.«

2019 forderte die Israelische Botschaft in Berlin ein Verbot des Terroristen-Aufmarsches. Selbst der umstrittene linke Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) nannte den Al Kuds Marsch »eine der widerlichsten antisemitischen Veranstaltungen« und nannte die Absage letztes Jahr »Eine gute Nachricht für Berlin.«

»Gegen fast ausnahmslos friedliche Querdenker bringt der Senat Wasserwerfer in Stellung, wenn er nicht gleich die Demonstrationen zu untersagen versucht. Er duldet hingegen diesen antiisraelischen Umzug, der seit 25 Jahren stattfinden kann. Das zeigt, dass die Unmutsbekundungen und Gegendemonstrationen linker Gruppen gegen den Al-Quds-Marsch nur Lippenbekenntnisse sind,« so der Stellvertretende Fraktionsvorsitzender der AfD im Berliner Senat Roland Gläser.

»Im Reichshauptslum, der von jener Partei regiert wird, deren Vertreter ‚wegen Auschwitz in die Politik gegangen‘ sind, soll Anfang Mai von linksmuslimischen Horden wieder ‚Hamas, Hamas, Juden ins Gas‘ skandiert werden«, so die »Juden in der AfD« auf Facebook. »Wir hoffen sehr, dass die Bundesregierung unseren muslimischen Mitbürgern den Gefallen tut, bis dahin den Lockdown wieder aufzuheben, nachdem es ihr bedauerlicherweise und trotz gegenteiliger Bestrebungen seitens Markus Söders nicht gelungen ist, ihn bereits zum 12.4. (Ramadanbeginn) wieder aufzuheben.«

Zuerst erschienen bei Freie Welt.