Mehr als 30 US-Bundesstaaten wollen „Trans-Frauen“ von Damen-Sportbewerben ausschließen

Transgender (Bild: shutterstock.com/Von lazyllama)
Transgender (Bild: shutterstock.com/Von lazyllama)

Mehr als 30 Bundesstaaten der USA prüfen aktuell die gesetzlichen Möglichkeiten, um Jungen und Männer, die sich als Mädchen beziehungsweise Frauen identifizieren – sogenannte „Trans-Frauen“ –  von Sportbewerben der Damen auszuschließen.

Der Bundesstaat Idaho war 2020 der erste, der es biologischen Männern untersagt hat, bei Sportbewerben von Frauen anzutreten. Barbara Dee Ehardt, die Abgeordnete, die das Gesetz in Idaho eingebracht hat, sagt, sie wolle Mädchen und Frauen die Möglichkeit sichern, an Sportwettbewerben teilzunehmen.

Ehardt habe davon erfahren, dass im Bundesstaat Connecticut zwei Jungen, die als Trans-Jungen bei einem  Leichtathletikbewerben teilgenommen haben und gewonnen hätten. Danach habe sie beschlossen, etwas dagegen zu tun. „Biologische Jungen sollten nicht gegen biologische Mädchen antreten“, so Ehardt in einem Interview. Es sei zu befürchtet, dass die körperlich überlegene Jungen die Mädchen aus Sportbewerben verdrängen, zumindest jedoch von den vorderen Plätzen. Das widerspreche außerdem den existierenden Maßnahmen zur Förderung des Frauensports, so Ehardt weiter.

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Das Parlament von Idaho hat das Gesetz bereits beschlossen, der Gouverneur hat es in Kraft gesetzt. Ein Bundesgericht erließ jedoch im August des vergangenen Jahres eine Verfügung, die das Gesetz außer Kraft setzt.

Zu den Bundesstaaten, die ähnliche Gesetze prüfen, zählen neben anderen Connecticut, Florida, Georgia, New Jersey, Texas und West Virginia.

Die „American Civil Liberties Union“ (ACLU), die sich für „LGBT-Rechte“ einsetzt, sieht in dem Gesetz ein Verbot von Sportbewerben für Transgender-Jugendliche. Die „Alliance Defending Freedom“ (ADF), die das Gesetz unterstützt, befürchtet ein Ende des Damensports, wenn Trans-Frauen antreten dürfen, so das Magazin kath.net. (SB)