Muezzin darf in Gelsenkirchen täglich zum Ramadan rufen

Muezzin beim Gebetsruf (Foto:Imago/Pixsell)

Die Stadtverwaltung von Gelsenkirchen hat der türkisch-islamischen Moscheegemeinde im Stadtteil Hassel für den Ramadan eine Sondergenehmigung erteilt. Während des islamischen Fastenmonats wird über die Kopfe der Ungläubigen täglich der Muezzinruf erschallen.

„Wir wollen den muslimischen Gemeindemitgliedern beistehen und eine Freude machen“, so Cesur Özkaya, der Vorsitzende der türkisch-islamischen Gemeinde in Hassel gegenüber dem WDR. Man wolle jedoch nicht, dass sich die Anwohner in Hassel vom muslemischen Gebetsruf gestört fühlen, so der Islamfunktionär. Deshalb habe man einen Brief verteilt und darin sein Anliegen erklärt. Der Muezzinruf sei in der Pandemie „ein Zeichen von Solidarität“ und er soll den Gläubigen „die Möglichkeit bieten, sich wie in einer Gemeinschaft zu fühlen.“

Bis zum 12. Mai wir der islamische Gebetsruf jeden Abend über die Köpfe der Ungläubigen erschallen und kundtun: „Allah ist der Allergrößte (4mal). Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Allah gibt (2mal). … Es gibt keinen Gott außer Allah.“

In anderen Moscheen in Gelsenkirchen habe man den Muezzinruf nicht genehmigt – dort gebe es zu viele Anwohner, für die es laut werden könnte, so die städtische Fürsorge. (SB)