Merkel im Nacken: Thüringens CDU-Landeschef: Auf Maaßen-Nominierung verzichten

Im Visier des Linksstaats: Ex-Bundesverfassungschutzpräsident Hans-Georg Maaßen (über dts Nachrichtenagentur)

Erfurt – Damit Angela Merkel „ihre“ CDU gereinigt und gesäubert nach der nächsten Bundestagswahl den Grünen zum Fraß vorwerfen kann, ist es wichtig, auch noch die letzten konservativen Flecken mit Bleichmitteln aus dem Kanzleramt aus der ehemals christlichen Partei zu entfernen.

Aber natürlich macht sich die Dame dabei nicht die Hände schmutzig. Die Drecksarbeit bei ihren Säuberungsaktionen übernehmen dann ihre Strohpuppen:

Der Vorsitzende der CDU in Thüringen, Christian Hirte, hat an die Parteimitglieder in Südthüringen appelliert, von einer Nominierung des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen für die Bundestagswahl Abstand zu nehmen. „Die autonome Entscheidung liegt vor Ort“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Allerdings hätten die Mitglieder der vier maßgeblichen CDU-Kreisverbände nicht nur eine Verantwortung für den Wahlkreis, sondern „auch eine Verantwortung für die Gesamtpartei – in Thüringen und im ganzen Land“.

Hirte sagte weiter, dass er „die Kandidatur von Herrn Maaßen für nicht hilfreich erachte“. Maaßen polarisiere zu stark. Zwar weiche keine Position des 58-jährigen Rheinländers seines Wissens nach direkt von der CDU-Linie ab.

Aber Maaßens „Art, Politik zu machen, ist schwierig“. Er spalte. „Das bringt die Gefahr mit sich, dass mehr Wähler abgeschreckt werden, als man gewinnen kann.“

Maaßen wurde mittlerweile von zwei der vier Kreisverbände – nämlich Schmalkalden-Meiningen und Hildburghausen – vorgeschlagen. Hirte zufolge „gibt es aber auch starke Stimmen, die darauf beharren, dass man einen weiteren Kandidaten braucht – idealerweise einen, der aus der Region kommt. Ich weiß, dass Parteifreunde vor Ort Gespräche führen, um zu eruieren, wer neben Herrn Maaßen noch kandidieren wird.“

Dabei müsse sich jeder Kandidat „hart von der AfD abgrenzen“. Zuvor hatten sich unter anderem der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), und CSU-Chef Markus Söder gegen eine Nominierung Maaßens gewandt. Die Nominierungsversammlung ist für den 30. April in Suhl geplant.

Wer so viel Widerstand bei den eigenen Parteigenossen erfährt wie Maaßen, sollte sich wirklich ernsthaft überlegen, ob er das sinkende Schiff tatsächlich betreten will. Aber vielleicht spielt Trotz bei seiner Entscheidung auch eine Rolle. (Mit Material von dts)