Der Lockdown als staatlich organisierter Terror gegen Kinder und Jugendliche

Kinder leben im Lockdown gefährlich (Symbolbild:JouWatch)

Die Zumutungen und Entwicklungsbeeinträchtigungen zu Lasten der Jüngsten und Wehrlosesten unter uns gehen weiter – und nehmen immer bedrohlichere Ausmaße an: Denn der Lockdown, dieser schlimmste vorstellbare Extremzustand einer einst intakten Gesellschaft, fordert seinen Tribut vor allem von Kindern und Heranwachsenden – und damit von denen, die durch den vorgeschobenen Anlass seiner Ausrufung eigentlich am wenigsten betroffen wären: einem Virus von allenfalls durchschnittlicher Gefährlichkeit. Die Psychiatrien und psychologischen Anlaufstellen sind dem Andrang nicht mehr gewachsen.

Es wächst eine kaputte Generation heran, und denen, die ihr Leben noch vor sich hätten, wird ebendieses vorsätzlich von einer Politik kaputtgemacht, die keine Maßstäbe mehr kennt. Wenig verwunderlich ist da, was eine aktuelle Erhebung der „Welt“ unter deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrien zum Vorschein brachte: Immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland werden in den Notaufnahmen von Kinder- und Jugendpsychiatrien (KJP) vorstellig – und klagen über schwere Depressionen und Angststörungen.

Auch akute suizidale Gefährdungen und andere Krankheitsbilder haben zugenommen stark seit Beginn des zweiten, eigentlich Lockdowns (gegen den sich der erste Lockdown von Mitte März bis Anfang Mai wie ein harmloser Kindergeburtstag ausnahm). Vor allem ab dem vierten Quartal 2020 – also zeitlich koinzident mit dem Beginn des „zweiwöchigen kurzen Wellenbrecher-Lockdown“, der nunmehr ein halbes Jahr lang geht – sei die Notfallversorgung so stark beansprucht gewesen wie nie zuvor gewesen, zitiert die Zeitung Professor Tobias Renner, den Ärztlichen Direktor der KJP am Uniklinikum Tübingen.

Was Renner hier alarmierend der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringt, deckt sich mit den Äußerungen seines Kollegen am Kinderspital Zürich, der vergangene Woche in der „Neuen Zürcher Sonntagszeitung“ über eine vergleichbare Situation in der Schweiz berichtet hatte – und in seiner Klinik alleine im ersten Quartal 2021 mehr Fälle von vollendetem und versuchtem Suiziden unter Minderjährigen registrierte als im gesamten Jahr 2019, dem letzten Vor-Corona-Vergleichszeitraum. Und das, obwohl die Schweiz nie einen so harten Lockdown wie Deutschland hatte und seit sechs Wochen wieder weitgehende Öffnungen zulässt.

Ähnliche Lage in der Schweiz

Alleine in Tübingen habe es eine Steigerung der Aufnahmen um mehr als 30 Prozent gegeben – bei einer exorbitant hohen Notfallquote von 86 Prozent: „Das heißt, 86 Prozent der stationär behandelten Kinder und Jugendlichen kamen in der akuten Krise“, sagt Professor Renner. Von diesen seien die meisten „akut suizidgefährdet“ gewesen. Als Beispiel nannte der akut behandlungsbedürftige Magersucht; bei diesem Krankheitsbild lag der Anstieg bei 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ähnliche Situationsbeschreibungen gehen auch anderswo aus der Republik ein. Reta Pelz, Chefärztin in der KJP der Mediclin-Klinik in Offenburg, erklärt laut „dts Nachrichtenagentur“: „Seit Januar sind wir durchweg um 110 bis 120 Prozent überbelegt.“ Auch dort nahm die Schwere der Störungsbilder zu: „Kinder, die aus einer tiefen Traurigkeit nicht mehr rauskamen, die keinen Grund zum Weiterleben, keine Perspektive entwickeln können, sahen wir mehr als sonst.

Vor allem bei den Mädchen sei eine „massive Zunahme von Essstörungen“ zu verzeichnen – bei einer Verdoppelungs- bis gar Verdreifachungsrate von 2020 auf 2021, so Pelz. Im stationären Bereich mache dieses Störungsbild mittlerweile 40 Prozent der Patienten aus.“ Identische Lageberichte werden von Chefärzten weiterer Kinder- und Jugendkliniken etwa in Berlin, Leipzig, München, Klingenmünster in der Pfalz, Westfalen/Lippe oder dem niedersächsischen Königslutter berichtet.

Kinder- und Jugendpsychiatrien rufen Alarmstufe Rot aus

Bei diesen brachialen Nebenwirkungen einer verantwortungslosen und rechtswidrigen Lockdown-Politik stellt sich nicht nur die Frage nach der politischen, sondern auch privatrechtlichen Haftung der Regierenden, die diese absolut vermeidbaren Schäden sehenden Auges in Kauf nehmen, um eine unverhältnismäßige, auf eine einzige Krankheit (oder auch nur potentielle Infektionsträger) monofixierte Pandemiepolitik auf die Spitze zu treiben.

Politik hat die Pflicht zur Schadensminderung, zur Güterabwägung, zur Wahl des mildesten Mittels und der Globalbetrachtung der gesundheitspolitischen Gesamtsituation – was nicht nur körperliche, abstrakt-diagnostisch ermittelte Fallzahlen beinhalten darf, sondern auch das psychische Wohlergehen der Bevölkerung; vor allem der besonders schutzbedürftigen Kinder und Jugendlichen.

Dass nicht nur diese vollends aus dem Blick geraten sind, sondern die Bundesregierung bis heute jegliche wissenschaftliche Untersuchung zu schädlichen Begleiterscheinungen des historischen Präzedenzfalls einer sogenannten Pandemie unterlässt, ist schlichtweg kriminell. Irgendwann werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, die in dieser Sonderform eines „Generationenkonflikts“ die Jüngeren gegen die Älteren ausgespielt haben; nicht nur, indem sie Kleinkinder mit Masken und Stäbchen foltern oder Enkel zu potentiellen Großeltern-Mörder stempeln – sondern vor allem, indem sie ihre mentale Gesundheit opfern. (DM)