„Grausamer“ Farbanschlag auf Karl Lauterbachs Auto

Karl Lauterbach (Bild: shutterstock.com/Von Juergen Nowak)

Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag das Privatauto des SPD-„Gesundheitsexperten“ und Corona-Hardliners Karl Lauterbach mit Farbe beschmiert. Im Gegensatz zu ähnlichen Farbanschlägen auf Fahrzeuge von AfD-Politikern berichtet die Mainstreammedien in diesem Fall flächendeckend. Auch fehlt es im Fall Lauterbach nicht an Solidaritätsbekundungen.

Auf das Auto des SPD-Politikers wurde in der Nacht zum Samstag ein Anschlag verübt. Wie Lauterbach auf Twitter schreibt, haben Unbekannte nicht nur die Scheiben eingeschlagen, sondern den Smart auch mit Farbe übergossen. Er könne das Auto nicht mehr fahren. „Er sieht schrecklich aus“, so Lauterbach, der jedoch heldenhaft verspricht:  „Aber wir werden nie aufgeben. Wir sind viele…“

Lauterbach antwortete damit auf einen Tweet der Grünen-Politikerin Ricarda Lang. Sie wurde nach eigenen Angaben ebenfalls Opfer einer Attacke. Ihr wurde – Achtung! – das Klingelschild an ihrer Privatwohnung rot durchgestrichen. „Politiker*innen werden immer öfter bedroht und eingeschüchtert“, gendert sich die Grüne in Rage und verspricht mindestens so heldenhaft wie ihr SPD-Genosse: „Aber wir werden die Angst nicht gewinnen lassen.“

Solidaritätsbekundungen ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Linksfraktionschef Dietmar Bartsch schreibt auf Twitter an Lauterbach gerichtet, er wisse: „Du wirst dich nicht einschüchtern lassen.“ Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt bezeichnet die Attacke als einen feigen Versuch der Einschüchterung. „Solche Angriffe sind Angriffe auf unsere Demokratie.“ FDP-Chef Christian Lindner verurteilte laut t-online den Vorfall ebenfalls und sprach Lauterbach seine „volle Solidarität“ aus. Solidaritätsbekundungen, auf welche AfD-Politiker, welchen in übergroßer Anzahl solche Anschläge und schlimmer bereits in der Vergangenheit widerfahren sind, verzichten mussten. (SB)