So konnte Spahn seine millionenteure Jugendstil-Villa bezahlen

Villa (Symbolbild: shutterstock.com/S Von sheris9)
Villa (Symbolbild: shutterstock.com/S Von sheris9)

Auch wenn Bundesgesundheitsminister Spahn so gut wie nichts geregelt bekommt und mutmaßlich als einer der größten politischen Fehlbesetzungen in die Annalen eingehen wird, im Privaten läuft es für den Bankkaufmann glänzend. Wegen hervorragender Bankverbindungen konnte Spahn seine millionenteure Villa angeblich zu Konditionen bezahlen, die dem normalen Corona-Bürger verwehrt bleiben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde laut Medienberichten bei der Finanzierung seines „umstrittenen“ Villenkaufs in Berlin von der Sparkasse Westmünsterland wohl in größerem Umfang unterstützt als bisher bekannt.

Wie der Tagesspiegel berichtet, konnte Spahn und sein Ehemann Daniel Funke den Erwerb der 4,125 Millionen Euro teuren Immobilie zu Corona-Zeiten, in denen viele Bürger um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, offenbar vollständig aus Krediten bezahlen, die ihnen die Sparkasse gewährt hat. Ein Vorgehensweise, die dem normalen Corona-Bürger Banken nur ganz selten gewähren, im Regelfall hat dieser ein Eigenkapitalanteil von 20 bis 30 Prozent aufzuwenden.

Nicht so unser Bundesgesundheitsminister. Denn Spahn ist – wie der Tagespiegel berichtet – mit der Sparkasse aus seiner Heimatregion im Kreis Borken in NRW auf das Engste verbunden, saß er doch dort 5 Jahre lang im Verwaltungsrat. Den Vorsitz dort hat praktischerweise aktuell sein Parteikollege und alter Weggefährte, der Lokalpolitiker Kai Zwicker (CDU).

Auf Anfrage der Zeitung teilte die Sparkasse mit, sie gebe aufgrund des Bankgeheimnisses keine Auskünfte zu bestehenden oder früheren Kundenbeziehungen. Und natürlich gebe es „keine Sonderkonditionen“ für aktive oder ehemalige Mitglieder des Aufsichtsgremiums. Der stolze Villenbesitzer Spahn wollte zu dem Thema auf Anfrage keine Stellung nehmen. (SB)