Giftige Flüssigkeit – Hamburg setzt umstrittene Schnelltests nicht mehr an Schulen ein

Hamburg bestellte mehr als 2 Millionen Schnelltests eines koreanischen Anbieters für den Schuleinsatz. Sie enthalten jedoch eine giftige Chemikalie. Die rot-grüne Stadt zieht die Notbremse.

Wie die Welt berichtet, enthalten die Testkits, die für den Einsatz in Schulen verwendet werden, die Chemikalie Octylphenol. Dieser Stoff ist in der Europäischen Union als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) eingestuft und gilt als hochgradig giftig.

Die Schulbehörde erklärte, es waren zum Zeitpunkt „keine alternativen Selbsttests in ausreichender Menge verfügbar“. Sprecher Peter Albrecht betonte auch: „Mit der Testflüssigkeit kommt der Anwender in der Regel gar nicht in Kontakt und schon gar nicht wird die Flüssigkeit getrunken.“ Dennoch entschließt sich die Stadt, nun umzusteuern.

An einigen betroffenen Schulen wie etwa der Stadtteilschule Rissen wird der gefährliche Test nach der WELT-Anfrage nicht mehr benutzt. (SB)

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