Kanzlerkandidatin Baerbock: Kein Plan von gar nichts

Ständig unter Öko-Strom: Annalena Baerbock (Foto: Imago)

Personifizierte Unfähigkeit in Gestalt der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock offenbart sich nicht etwa in deren Schmalspur-Qualifikation als „Völkerrechtlerin“ (was Baerbock, anders als oft kolportiert, eben nicht zur Juristin geschweige denn Volljuristin macht, sondern in ihrem Fall nur mit dem akademischen Grad LLM einhergeht!). Auch nicht in ihren zwar peinlichen, aber irgendwo bemitleidenswert-drolligen Stilblüten und Versprechern („wir werden Deutschland verenden„, „Kobold“ statt Cobalt). Sondern in ihrer bleckenden, sprachlos machenden Unwissenheit über basale politische Fakten.

Eine eindrucksvolle Kostprobe ihres famosen Bildungshorizonts gab Baerbock vorgestern bei „Anne Will“, als sie mit Unwissen über Verfassungsinhalte (und damit die politische Grundarchitektur der Bundesrepublik) glänzte: In einer launigen Rechtfertigung, weshalb sie und nicht Robert Habeck von ihrer Partei die Kanzlerkandidatur kredenzt bekam, behauptete sie, es stünde „schon im Grundgesetz„, dass Frauen „bevorzugt“ werden sollten. Einen anderen Grund für ihre Nominierung wollte oder konnte sie nicht nennen.

Nun sollte man erwarten, dass eine Frau, die sich ums einflussreichste politische Amt Deutschlands bewirbt und sich als Spitzenkandidatin der derzeit stärksten Partei hierfür realistischer Chancen erfreut, den zitierten Artikel 3 des Grundgesetzes kennt, in dem es heißt „(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.„. Tatsächlich ist dort also das EXAKTE Gegenteil dessen festgeschrieben, was Baerbock hier aus ihren Hirnwindungen pult (oder wie sie – was noch schlimmer wäre – diesen Grundsatz bisher verstanden hat).

Doch was ist von einer mittelmäßigen, heillos überforderten Person, die nur über Image und Zeitgeistaffinität punkten kann und nicht mit mit Substanz, auch anderes zu erwarten? Zumal Baerbock ja nicht einmal über die praktischen Folgen ihres eigenen politischen Programms für die deutsche Bevölkerung im Bilde ist: Wie der Schweizer Publizist Roger Köppel gestern in seiner glänzenden Abrechnung mit den – von deutschen Mainstreamjournalisten blind verherrlichten – Grünen in Erinnerung rief, wusste Baerbock in Interviews weder, dass die gegenwärtige Steuerlast für Unternehmen in Deutschland bei bereits heute 52 Prozent liegt, noch dass sie sich im Falle der Verwirklichung der grünen Wahlagenda auf über zwei Drittel (fast 70 Prozent) erhöhen würde. Bei soviel Ahnungslosigkeit bringt die Frau die allerbesten Voraussetzungen fürs Kanzleramt mit. (DM)