Weil kaum einer kommt: München stoppt Impfaktion für Lehrer

Impfen - nein danke? (Symbolbild: shutterstock.com/Von Aram Shahinyan)

München – Markus Söders Impfhauptstadt hat die Impfaktion für das Personal von Grundschulen und Kitas wieder gestoppt. Der Grund: Weniger als ein Drittel ist nach vier Wochen bisher erschienen, um sich das hochumstrittene Corona-Serum verabreichen lassen.

Am Isar Klinikum an der Sonnenstraße wird es keine Impfungen mehr für Personal von Grundschulen und Kitas geben. Von den gut 31.000 Menschen, mit denen man für diese Aktion gerechnet hat, haben sich bloß 9.866 dort impfen lassen – weniger als ein Drittel. Nach vier Wochen hat die Stadt die Kampagne deshalb für beendet erklärt, berichtet hierzu die SZ.

„Die Resonanz ist überschaubar, um das höflich zu formulieren“, so Wolfgang Schäuble, Leiter des städtischen Corona-Stabs zu dem Scheitern der angekündigten vorgezogenen Impfpriorisierung von Lehren und Erziehern.

Münchens Dritte Bürgermeisterin, die SPD-Funktionärin Verena Dietl, bedauert die „sehr schleppend“ angelaufene Aktion. Sie bedauere es, dass nicht sofort alle  Lehrer dem Impfangebot nachgekommen seien. Martin Schmid, Vorsitzender des Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverbands (MLLV) verweist jedoch darauf, dass es an der einen oder anderen Grundschule eine andere Impfquote gegeben habe. Schmid fordert, die anderen Zahlen ebenfalls zu erheben. Sonst „ergebe dies ein einseitiges und unzureichendes Bild“. (SB)