Kritiker warnen seit Jahren: Studie zeigen den massiven Einfluss der „Grauen Wölfe“ in Deutschland

Graue Wölfe (Bild: shutterstock.com/Von Rob Kints)

Seit Jahren bekannt, seit Jahren warnen Kritiker vergebens davor: Die größte rechtsextreme Bewegung in Deutschland, die antisemitische, faschistische und demokratiefeindliche türkische Bewegung der „Grauen Wölfe“ gefährdet laut einer Studie Deutschland und nehmen immer stärkeren Einfluss auf die Regierung. Während unter anderem die AfD ein Verbot fordert, wollen die Grünen erst mal wieder „aufklären“.

Eine Studie des American Jewish Committee (AJC) Berlin legt in einer aktuelle Studie das dar, wovor Kritiker bereits sei Jahren warnen: Der Umgang Deutschlands mit der importierten rechtsextremistischen türkischen Bewegung der „Grauen Wölfe“ ist brandgefährlich.

Die „Grauen Wölfe“ gelten als größte rechtsextreme Vereinigung in Deutschland und sind – dank islam- und migrationsverliebter Politik in unzähligen lokalen Vereinen und Dachverbänden organisiert. Die Bewegung, auch „Ülkücüler“, „Idealisten“, genannt, strebt eine Art Union aller türkischsprachigen Völker an. Als Feindbilder gelten Juden, Christen, Armenier, Griechen, Freimaurer, Israel, die EU, der Vatikan und die Vereinigten Staaten.

Ihre Mitglieder überhöhen die türkische Nation sowie bestimmte islamische Ideologemeso Kemal Bozay, Professor für Soziale Arbeit und Sozialwissenschaften an der Internationalen Hochschule Köln, der die Studie im Auftrag des AJC erstellte. „Sie tragen politische und geschichtliche Konflikte aus dem Herkunftsland Türkei auch in Deutschland aus und entwickeln sich hierzulande zu einer transnationalen politischen Bewegung. Mit mindestens 18.500 Mitgliedern bilden sie eine der stärksten rechtsextremen Strömungen hierzulande.“

Die Untersuchung fordert ein dringendes Handeln des Staates und der Sicherheitsbehörden. Denn trotz der offensichtlichen Gefahr seien größere Maßnahmen gegen die „Grauen Wölfe“ bis heute weitgehend ausgeblieben, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des AJCs. Der Verfassungsschutz sieht eine enge Verbindung der Union zur rechtsextremistischen „Ülkücü“-Bewegung („Graue Wölfe“). Als „Ülkücü“ – Idealisten – bezeichnen sich die Mitglieder der Organisation. Im Verfassungsschutzbericht für 2019 heißt es: „Die unterschiedlichen Ausprägungen reichen von klassischem Rassismus bis hin in den Randbereich des Islamismus“.

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In immer stärkeren Maße dringen Vertreter der „Grauen Wölfe“ – nach direktem Aufruf, Deutschland zu unterwandern – in Parteien und Bündnisse vor. „Der Vordenker der ‚Grauen Wölfe‘ hat schon vor Jahren dazu aufgerufen, die politischen Parteien in Deutschland zu unterwandern. Und diesem Aufruf sind natürlich viele seiner Anhänger bis heute gefolgt. Mit dieser Unterwanderungsstrategie versucht die Bewegung, die Interessen der Türkei, der türkischen Nation, auch in der deutschen Politik zu vertreten“, so der Türkeiexperte Burak Copur. Insbesondere die CDU zeigt sich hier als offenes Einfallstor, gilt die Partei in NRW als „Union der Vielfalt“.

Erstaunlich findet es der Studienmacher, dass eine der personenstärksten rechtsradikalen Strömungen, die türkischen Grauen Wölfe, bis heute bestenfalls Experten etwas sagt. Auch wenn es immer wieder Anstrengungen gab, diese Gefahr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, hat bis heute keine breite gesellschaftliche Auseinandersetzung über diese Form des Rechtsradikalismus stattgefunden.

Die AfD-Fraktion hatte als erste Bundestagsfraktion im vergangenen Jahr die Bundesregierung aufgefordert, ein Verbot der „Grauen Wölfe“ zu prüfen und ggf. umzusetzen. Die Altparteien hatten ebenfalls einen interfraktionellen Antrag gestellt. Die Neben der Prüfung von Vereinverboten wollen die Grünen wieder einmal Aufklärungskampagnen initiieren, anstatt konsequent und repressiv zu agieren. (SB)