Mini-Diktator und SPD-Rundfunkrat Garrelt Duin bekommt Gegenwind

Garrelt Duin (Bild: © Raimond Spekkin; siehe Link: CC BY-SA 4.0)
Garrelt Duin (Bild: © Raimond Spekkin; siehe Link: CC BY-SA 4.0)

Nachdem der SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin lautstark auf Twitter gefordert hatte, die Zusammenarbeit mit Jan Josef Liefers und weiteren Schauspielern wegen deren Kritik an der Corona-Politik zu beenden, bekommt der Mini-Diktator nun saftigen Gegenwind und heult sich ins öffentlich-rechtliche SPD-Hemdchen.

Selbstherrlich und ganz im Mini-Diktator-Stil forderte der WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin mit SPD-Parteibüchlein auf Twitter, dass Jan Josef Liefers und weiteren Schauspielern wegen deren Kritik an der Corona-Politik um ihre Existenz gebracht werden sollen, indem der Öffentlich-Rechtliche Rundfunk die Zusammenarbeit aufkündigt. Nach Ansicht des SPD-Funktionärs, zudem mit dem Pöstchen des Hauptgeschäftsführers der Handwerkskammer Köln versorgt und ehemaliger SPD-Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk in NRW, hätten sich die Benannten als Vertreter der öffentlich-rechtlichen Sender „unmöglich“ gemacht. Die zuständigen Gremien müssten die Zusammenarbeit – „auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden“ – schnellstens beenden.

Daraufhin entlud sich ein wahrer Shitstorm über Duin. Während sich Systemtrompenten wie Jan Böhmernann noch an die Minidiktatorbrust warfen, hatten sogar Grüne einen Anflug von Rechtsempfinden. So meldete sich Antje Kapek, Fraktions-Chefin der Grünen auf Twitter zu Wort und schrieb: „Ich bin auch Rundfunkrätin und Politikerin und halte die Kritik von #allesdichtmachen sehr gut aus. Es ist gesund, auch mal den satirischen Spiegel vorgehalten zu bekommen. Aber als Konsequenz den Rausschmiss zu fordern, ist das genaue Gegenteil von Pressefreiheit.“

Der Spitzenkandidat der Berliner Freien Wähler, Marcel Luthe, zweifelte an, ob die gesetzliche Aufgabe des ÖRR, vielfältig und staatsfern zu informieren, aktuell erfüllt werde. Herr Duin offenbare ein „autokratisch-totalitäres Verständnis und disqualifiziert sich damit für jede Rolle in einem Rundfunkrat.“ Wer „Meinungsvielfalt nicht ertragen kann, ist für eine solche Aufgabe nicht zu gebrauchen und sollte zurücktreten.“

Die AfD erkennt ebenfalls, dass Garrelt Duin fehl im Amt ist und kommentiert: „Garrelt Duin ist mit seinen Aussagen und Drohungen gegenüber mündigen Bürgern dieses Landes nicht mehr als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer tragbar. Er sollte seinen Rücktritt anbieten, wenn er das nicht tun sollte, müssen der Vorstand der Handwerkskammer und/ oder gleich die Aufsichtsbehörde tätig werden. Er missbraucht sein Amt für politische Zwecke und will Andersdenkende mundtot machen“, sagt Christer Cremer, Sprecher des AfD Kreisverbandes Köln.

Cremers Stellvertreter im Vorstand, Philipp Busch ergänzt: „Herr Duin sollte sich überlegen, ob er sein Amt als Rundfunkrat noch neutral ausüben kann und es nicht besser wäre, er würde dieses abgeben. Nach einer solchen Äußerung wäre dies nur konsequent und folgerichtig.“

Nach so viel Gegenwind löschte der feine Herr Duin seinen Tweet schneller als er mutmaßlich das Wort „Corona-Knast“ aussprechen kann. Auf Twitter ist seither zu lesen:

Der kleine Totalitarist bleibt also bei seiner Hetze gegen Corona-Maßnahmenkritiker, hat er doch keine ernsthaften Konsequenzen zu erwarten. Insofern dürfte nachfolgende Aufforderung eines Twitter-Kommentators von Gestalten wie Guin – wenn überhaupt – mit einem abschätzigen Schmunzeln bedacht werden:

„Wenn sie noch ein wenig Ehre im Leib haben, treten Sie aus eigenem Stück vom Amt zurück, denn dieser Tweet wird Sie sowieso ein Leben lang begleiten. Ein Rücktritt würde zumindest beweisen, dass Sie doch noch etwas Gewissen in sich haben und aus dem Fehler auch Konsequenzen ziehen.“ (SB)