Und sie sterben weiter, weil NGOs sie aufs Meer locken

Mittelmeerschlepperei geht munter weiter (Bild: shutterstock.com/Von AlejandroCarnicero)

Die Massenmigration mit Ziel Kanarische Inseln hält unvermindert auf hohem Niveau an. Selbsternannte „Seenotretter“ animieren in verstärktem Maße die Migranten zu Überfahrt. Das kostete nun wohl wieder Menschenleben.

Die „Seenotretter“ der NGO SOS Mediterranee will am Dienstag 236 Migranten – sie stammen aus 15 verschiedenen Ländern – vor der Küste Libyens „gerettet“ haben. Laut wird nun bejammert, dass in einem anderen Boot, das vor der Kanareninsel El Hierro entdeckt wurde, sich 17 afrikanische Leichen befanden.

Die Massenmigration – aktuell werden die Kanarischen Inseln von Migranten aus Afrika überflutet – wird massiv durch die angeblichen „Seenotretter“ befeuert. Viele Migranten verstehen das Tun der NGOS als Garantie auf einen Transfer in die EU und begeben sich in die Hände von kriminellen Schlepperbanden.

Immer wieder werden Vorwürfe laut, NGOs fördern die Machenschaften der Schlepper. So erhob die Staatsanwaltschaft der sizilianischen Hafenstadt Trapani Anfang März Anklage gegen 21 sogenannte „Seenotretter“. Die Ermittlungen gegen Mitglieder der Berliner Hilfsorganisation „Jugend rettet“ sowie gegen „Save the Children“ und „Ärzte ohne Grenzen“ wurden nach Berichten der Tageszeitung „La Repubblica“ nach vier Jahren abgeschlossen. Im Fall einer Verurteilung wegen Beihilfe zur illegalen Einreise drohen Höchststrafen von bis zu 20 Jahren Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft wirft den Helfern vor, sich unter anderem über Lichtzeichen mit Schleusern verständigt und ihnen Rettungswesten ausgehändigt zu haben. Zehn der in Italien Beschuldigten sind Crewmitglieder des NOG-Schiffs „Iuventa“ von „Jugend rettet“, das die italienischen Behörden 2017 beschlagnahmten. Das Schiff hatte monatelang tausende Migranten aufgenommen und an Schiffe der beiden anderen Hilfsorganisationen übergeben, die sie über Italien in die EU verbrachten. (SB)