Sonderbarer Zufall: Schon nach zwei Tagen „Notbremse“ purzelten die Fallzahlen

Foto: Notbremse (über dts Nachrichtenagentur)

Die Rauchmelder schrillen noch und die Alarmsirenen sind noch nicht verstummt, eine Woche nach Inkrafttreten der erbarmungslosen „Bundesnotbremse“ – da sehen sich die Deutschen nicht etwa mit dem vorhergesagten Klinikkollaps oder weiter explodierenden Zahlen (denen Ausgangssperre und verschärfter Lockdown doch so verzweifelt und angeblich auf den letzten Drücker entgegenwirken sollte) konfrontiert. Sondern, O Wunder: Die Corona-Lage in Deutschland zeigt eine deutliche Tendenz in Richtung Entspannung.

An der Notbremse kann es jedoch NICHT gelegen haben – weil sich deren Effekt entsprechend der Covid-Inkubationszeit erst nach frühestens 7-10 Tagen bemerkbar machen kann. Das einzige zulässige Fazit kann daher, volksnah verbalisiert, nur lauten: Wir sind einmal wieder nach Strich und Faden verarscht, hinters Licht geführt und einem Fehlalarm mit Ansage ausgesetzt worden. Die Politik hat weitere, noch unverhältnismäßigere Grundrechtseingriffe als zuvor schon durchgesetzt, ohne dass es dafür eine objektive und valide Begründung gab.

Am Montag war zum letzten Mal eine starke Zunahme der Neuinfektionszahlen zu verzeichnen; seitdem ging es dann ganz plötzlich abwärts – kontinuierlich und teils deutlich, nunmehr vier Tage in Folge. Am gestrigen Freitag wurden laut „dts Nachrichtenagentur“ von den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands 21.453 Neuinfektionen gemeldet – 13 Prozent weniger als vor einer Woche; und im Wochendurchschnitt werden täglich nur noch rund 19.000 Neuinfektionen registriert – zu Beginn der Woche waren es noch über 21.000. Eine Entwicklung völlig gegen den Trend und gegen die Modelle, die Dutzende von Politiker, ihren Hof-Experten und Regierungsberatern zuvor öffentlich breitgetreten hatten, um so die Verabschiedung von Merkels Ermächtigungsgesetz zu beschleunigen und zu erzwingen.

Von keinem dieser Experten dürfte spätestens jetzt noch ein Stück Brot genommen werden, sie haben sich blamiert und desavouiert, denn ein weiteres Mal liegt die Wirklichkeit diametral entgegengesetzt zu ihren Aussagen. Volkszorn und Empörung müsste sich regen – denn wer nach nur einer Woche so schief liegt, auf dessen Prognosen kann man erstrecht nicht für zwei Monate bauen – so lange gilt die Notbremsenregelung samt nächtlicher Ausgangssperre. Denn, nochmals: der Trend hat NICHTS mit den Maßnahmen zu tun.

Jetziger Trend definitiv keine Folge der Notbremse

Entweder wusste es die Regierung anhand vertraulicher Dossiers und Berechnungen sehr wohl besser, und es war ihr bereits vor Verabschiedung des geänderten Infektionsschutzgesetzes vorgegangene Woche wohlbekannt, dass die „Dritte Welle“ kurz vor dem Kipppunkt und Abklingen stand. Dies  würde dann die große Eile erklären, mit der Merkels Groko Bundestag und Bundesrat im Hauruckverfahren die Novelle durchpeitschen ließ. Dann hätte sie die Bevölkerung schlicht belogen und die Freiheitsbeschränkungen wären noch illegitimer, als sie es ohnehin schon waren.

Oder aber es handelt sich beim nun verzeichneten Positivtrend durchaus um eine indirekte Folge der Notbremse – nämlich um einen statistischen Mess- bzw. Sehfehler außerordentlich Ranges: Weil die täglichen Anlässe, zu denen in den bislang teilgeöffneten Kommunen Schnelltests durchzuführen waren, infolge der erneuten Komplettschließungen weggefallen sind, nimmt auch die Zahl zufällig aus dem riesigen Dunkelfeld ermittelter, symptomfreier Positivfälle langsam ab. Keine Tests vor Kneipenbesuchen, Einkäufen, Fitnessstudios und in Inzidenzgebieten über 165 auch keine Schultests mehr führen zu einem Absinken der Fallzahlen. Wenn das der Grund für die sinkende Bundesinzidenz sein sollte, dann ist dies kein Grund zum „Aufatmen“, sondern der letzte Beweis, dass die gesamte Inzidenzberechnung ein bizarres Theater, ein Zahlen-Voodoo ohne die geringste infektiologische Aussagekraft ist.

So oder so: Wenn die Zahlen nun gegen den angeblichen Trend, gegen die allabendliche TV-Lauterbach-Panikprophetie und gegen die Modellierungen von RKI und Virologen prompt sinken, kann dies zu der Schlussfolgerung führen, dass ausnahmslos ALLE Beschränkungen sofort aufzuheben sind. Die Aufrechterhaltung eines kriegsrechtlichen Ausnahmezustands, in völligem Gegensatz zu unseren Nachbarländern bei annähernd identischer Zahlenentwicklung, dient entweder der Machtsicherung Merkels auf ihren letzten Metern bis zur Bundestagswahl – oder der Befriedigung sadistischer Gelüste der Pandemie-Politik. (DM)