Händler kippen aus Protest Blumen und Kompost vor Dresdner Ministerium

Dresden – Mitarbeiter der Leitermann Gartenmärkte kippen am Sonntagmorgen nicht nur ihre Verachtung für die politisch Verantwortlichen, sondern auch Blumen und Kompost vor das sächsische Sozialministerium in Dresden ab.

Die mit Herzblut und finanziellem Einsatz gezüchteten Pflanzen sind aufgrund einer immer wahnhafter werdenden Corona-Politelite nichts mehr wert. Aus Protest gegen die Schließung von Baumarkt-Gartencentern in der Corona-Krise in Sachsen haben Mitarbeiter der Leitermann Gartenmärkt am Sonntag Blumen und Kompost im Wert von 15.000 Euro vor das Sozialministerium in Dresden gekippt.

Sie forderten, dass die Geschäfte wie in anderen Bundesländern offen bleiben dürfen. Am Beginn der Gartensaison gehe es um die Existenz der Händler.

Organisiert wurde der Protest von Stephan Lichtenstein, der  Märkte in Sachsen und Thüringen betreibt und anprangert, dass Supermärkte ihr Sortiment um Pflanzen erweitern, während die Fachmärkte nicht öffnen dürften. „Das kann ich weder meinen 330 Mitarbeitern noch den Kunden erklären, dass wir dicht machen müssen und jeder Supermarkt darf Pflanzen verkaufen“, so Lichtenstein gegenüber der Bild-Zeitung. In Thüringen darf Lichtenstein öffnen, in Sachsen – „Dank“ dem ehemaligen SED-Mitglied und jetzt unter Ministerpräsident Kretschmer (CDU) Sozialministerin, Petra Köpping (SPD), wird dies verhindert. Die Begründung der SPD-Funktionärin:

Baumärkte dienen „vornehmlich dem Vertrieb von Baustoffen und Werkzeugen“ und „sofern hier ein Gartencenter angeschlossen ist, dieses zum Baumarkt zählt, ist damit auch dessen Öffnung untersagt.“ Man könne die Regelungen in anderen Bundesländern, wo Gartenabteilungen in Baumärkten weiter geöffnet sind, nicht bewerten. „In Sachsen herrschen bundesweit mit die höchsten Inzidenzen. Deshalb muss jede Maßnahme ergriffen werden, um die Zahl der Neuinfektionen schnell zu reduzieren“.

Laut der Bild-Zeitung hatten sich einige Baumärkte in der vergangenen Woche noch damit beholfen, ihre Gartenabteilung abzugrenzen und weiter zu öffnen. Doch ab Montag drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro, wenn Kombi-Baumärkte über einer Inzidenz von 100 weiter regulär öffnen.

Auf Facebook bedankt sich Lichtenstein bei den Unterstützern der Aktion, die Köpping und Co. mutmaßlich mit einem milden Lächeln bzw. einer Corona-Standard-Bemerkung bewerten: