Impf-Apartheid statt Solidarität: Der „Spiegel“ hängt wieder mal sein Fähnchen in den Regierungswind

Wie man dies inzwischen ja gewohnt ist (und woran sich kein Deutscher bis heute zu stören scheint), drehte die Bundesregierung, gedrängt von immer mehr Landesregierungen, auch hier ihren Standpunkt bekanntlich binnen weniger Monate um 180 Grad – und tritt nun vehement für Sonderrechte für Geimpfte ein. Und das, obwohl das zuvor angeblich zwingend erfolgte „Impfangebot für jeden“ noch lange in den Sternen steht; selbst wenn die Registrierungspflicht nach Prioritätslisten ab Juni wegfallen wird, heißt dies noch lange nicht, dass jeder Impfwillige auch gleich geimpft werden kann. Er erhält allenfalls einen Termin – womöglich erst in mehreren Monaten, was beim aktuellen Impftempo (zwischen 600.000 und 1 Million Impfungen pro Tag, nötig wären für alle Deutschen theoretisch noch bis zu 130 Millionen Impfungen) schon rechnerisch gar nicht anders möglich ist.

Und wie reagiert nun der Spiegel? Natürlich vollzieht er dieselbe Kehrtwende wie die Regierung – und macht ab sofort Stimmung für die Freiheiten Geimpfter. Gegner der Lockerungen sind ab sofort Impf-Neider, die „Geimpften die Freiheitsrechte missgönnen„, so Melanie Amann in ihrem Leitartikel vergangene Woche. Dass sich die Politik „mal wieder keine klare Entscheidung“ zutraue, sei „beschämend und gefährlich„. Also immer grade so, wie es dem Zeitgeist und Corona-Regime in den Kram passt. (DM)

 

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