Und noch eine Studie belegt: Offene Schulen sind besser als geschlossene

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Eine weitere Studie zu „Corona-bedingten“ Schulschließungen belegt: Offene Schulen sind besser als geschlossene. 

Professor Göran Kauermann, Direktor des Instituts für Statistik an der Münchner LMU, kritisiert die aktuellen Merkelschen Corona-Maßnahmen insbesondere im Schulwesen. Offene Schulen seien sicherer als geschlossene. Als Grund nennt er die Testpflicht, die seit Mitte April in den Schulen gilt.

Wegen der Testpflicht seien Infektionen gut zu ermitteln. Seien die Schulen dagegen geschlossen, werden „symptomlose Ansteckungen“ gar nicht erst entdeckt.

In einem Interview mit dem Münchner Merkur stellt Kauermann die Aussagekraft der Inzidenzzahlen infrage. Dieses seien als Gesamtzahl aus aus vielerlei Hinsicht nicht mehr aussagekräftig. Der Blick sollte sich auf die Belegung der Intensivstationen richten. „Die dortigen Neuaufnahmen sind deshalb eine wichtige Kenngröße. Und natürlich muss man auch die Todeszahlen im Auge behalten, dort zeigt sich aber wie gesagt derzeit kein Trend nach oben.“

Die von Medien und Politik verbreitete Hysterie einer drastischen Entwicklung bewertet Kauermann mit den Worten: „Solche Modellrechnungen basieren weniger auf unserer statistischen Herangehensweise, sondern auf Szenarien und Simulationen. Wenn die Realität sich anders entwickelt als die angenommenen Szenarien, dann entwickeln sich auch die Zahlen anders. Grob zusammengefasst muss man sagen: Die dritte Welle war nicht vergleichbar mit der zweiten Welle, weil es anders als von einigen befürchtet nie ein exponentielles Wachstum gab.“

Manche aktuellen Maßnahmen der Politik bezeichnet der Statistiker als „kontraproduktiv“. Wie eben die Schulschließungen wie in Bayern. (SB)