Corona-Politik lässt Kosovo ohne Printmedien zurück

Corona-Politik lässt Kosovo ohne Printmedien zurück; Bild: Startbild Youtube
Corona-Politik lässt Kosovo ohne Printmedien zurück; Bild: Startbild Youtube

Der Kosovo ist der erste Ort in Europa, an dem es keine Printmedien mehr gibt. Die Zeitungen werden nicht mehr gedruckt, da sich die Nachrichtenmedien im Zuge der Corona-Krise ins Internet verlagert haben. Bis zum März letzten Jahres gab es im Kosovo fünf Tageszeitungen, alle mit geringer Auflage. Die führende Tageszeitung „Koha Ditore“ verkaufte in der Spitze etwa 10.000 Exemplare pro Tag. Jetzt stehen die Druckerpressen still.

Der Herausgeber der Zeitung, Agron Bajrami, sagte, dass die Corona-Politik den unvermeidlichen Schritt beschleunigte, online zu gehen, da Printmedien nicht mehr finanzierbar sind. Durch die Lockdowns sanken die Verkaufszahlen und Anzeigeneinnahmen der Zeitungen, da viele für ihren Nachrichtenkonsum auf Smartphones und Fernsehgeräte ausweichen. Der Niedergang der Printmedien wird ältere Generationen härter treffen, meinte Imer Mishkolaj, der den Verband Print Media Council leitet. Er glaubt auch, dass die Schließung von Zeitungen zu einem Mangel an geschriebener Geschichte führen wird.

Der Kosovo arbeitet aktuell daran, seine Bevölkerung so schnell wie möglich durch zu impfen, nachdem er im Februar 2008 einseitig die Unabhängigkeit von Serbien erklärte, ist es das letzte Land in Europa, das mit der Impfung seiner Bürger beginnt.

(Quelle)