Impf-Apartheid im Eiltempo: Nach der Bundes-Notbremse kommt jetzt der Bundes-Turbolader

Noch vor 14 Tagen, passend zu den Prognosen von vierstelligen 7-Tages-Inzidenzwerten und kollabierenden Kliniken, verfolgten Angela Merkel und ihre Corona-Junta nichts anderes als die zentralistische Verhängung von Lockdown und Ausgangssperre nach starren Kriterien. Das größte Problem der Pandemiepolitik sah die Kanzlerin in der Maßnahmenhoheit der Bundesländer, die zu unterschiedlichen Handhabungen führte – welche sie mit der 4. Novelle des Infektionsschutzgesetzes staatsstreichartig beseitigen ließ. Jetzt schlägt das Pendel in die genau entgegengesetzte Richtung aus: Die Länder überbieten sich in Lockerungen für Geimpfte.
Und erneut sind die Folge völlig unterschiedliche Handhabungen und Perspektiven für die Einwohner der einzelnen Länder. Die einen dürfen bereits ab heute oder morgen – den Nachweis erfolgreicher Impfung mit zwei Dosen oder eine überstandene Infektion vorausgesetzt – Reisen, Friseure, Fußpflege, Kinobesuche usw. in Anspruch nehmen, ohne sich ständig testen zu lassen. Die anderen müssen weiter tapfer warten. Und prompt geht dasselbe Spiel, das Merkel vor drei Wochen mit ihren Verschärfungen trieb, nun bei den „Impf-Privilegien“ wieder von vorne los: Getrieben vom öffentliche Erwartungsdruck kann es der Groko jetzt überhaupt nicht mehr schnell genug gehen, „Freiheiten“ und Erleichterungen für Immunisierte zu verabschieden. Ebenso wie beim Ermächtigungsgesetz zur Bundesnotbremse, soll das Parlament jetzt, keine zwei Wochen später, über eine Art „Bundesgaspedal“ oder „-Turbolader“ abstimmen, nach dem die Vorrechte für Geimpfte und Genesene ebenfalls bundeseinheitlich gelten.
Diese hochgradig widersprüchliche, erratische und sprunghafte Politik zeigt nicht nur die Nervosität, sondern auch die völlig Planlosigkeit der Regierenden. Ihnen dämmert allmählich, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr länger für dumm verlaufen lässt – und begonnen hat, selbst Eins und Eins zusammenzuzählen. Wieder und wieder nicht eingetretene Warnungen und Szenarien, die zur Begründung der Maßnahmen angeführt wurden, haben das Vertrauen in die Pandemie-Propheten nachhaltig erschüttert. Blogger Frank Schumacher schrieb hierzu gestern: „Folgt man den Lauterbächern uund deren Zahlen, waren bis zu 10 mal mehr ohne Symptome infiziert, als positive Getestete. Die, die über ein intaktes Immunsystem verfügen, sollen sich laufend testen oder impfen lassen, obwohl sie immun sind. Unsere Regierenden veräppeln uns jeden Tag mehr.
„Immun“ ganz ohne Impfung? Der Test-Wahn macht’s möglich
Und dann bringt er einen interessanten Gedanken auf, der jedem noch nicht Geimpften Deutschen einen cleveren Weg aus dem drohenden Dilemma weist, sich demnächst wie Bürger zweiter Klasse von weiten Teilen des gesellschaftlichen Lebens Fernhalten zu müssen, wenn er sich nicht strafbar machen möchte: „Man könnte… sich so oft einem PCR-Test unterziehen, bis man ein falsch-positives Ergebnis erhält. Dann die Quarantäne hinter sich bringen – und anschließend die Freiheiten der ‚Genesenen‘ genießen, wie es für zahlreiche falsch-positiv Getestete, aber Nicht-Immune Realität ist.“ Wer als Gesunder drei bis vier Anläufe unternimmt, hat gute Chancen, als PCR-Positiver und damit Neuinfizierter ermittelt zu werden – auch wenn er genauso wenig Corona wie die Kuhpocken oder die Rindertollwut hat.
Hier macht es sich dann bezahlt, dass in Deutschland – sogar entgegen der ausdrücklichen Empfehlung der WHO – cT-Werte (Zyklenzahlen) bei PCR-Tests von jenseits 35 zur Bestätigung einer Sars-Cov2-Infektion akzeptiert werden – obwohl die Tests nur bis maximal cT=30 aussagekräftig sind (je weniger Vermehrungszyklen der untersuchten Abstrichprobe, desto höher die Virenlast). Die Chancen stehen daher gut, dass sich jeder „positiv“ testen lässt – und schon 14 Tage später mit Geimpften gleichgestellt würde. Eine vielversprechende Option, es auch ganz ohne fragwürdige Impfung „zurück ins Leben“ (oder was davon übriggenlieben ist) zu schaffen. (DM)