„Lockdown-Lauterbach“ bevorzugt die geschlossene Anstalt

Karl Lauterbach (Foto:Imago/Reichwein)

Stellen Sie sich mal vor, in Ihrem Landkreis sind alle kerngesund (zumindest coronatechnisch), fast alle durchgeimpft und werden ständig negativ getestet. Da könnte das Leben doch endlich mal wieder losgehen, oder?

Nein! Denn es gibt jemanden, der heißt Karl Lauterbach und der hasst anscheinend das Leben, Ihr Leben und bevorzugt offensichtlich, dass Deutschland eine geschlossene Anstalt bleibt.

Der SPD-Gesundheitsexperte hat – wie zu erwarten – die Öffnungspläne einzelner Bundesländer scharf kritisiert. „Ich finde es fatal, dass erneut der Wettbewerb stattfindet, welches Bundesland am schnellsten lockert“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Dieser Flickenteppich bei den Öffnungen müssten wir eigentlich verhindern.“

Er erwartete schon in der kommenden Woche eine Ministerpräsidentenkonferenz, auf der bundeseinheitliche Regeln festgelegt werden könnten. Mehrere Bundesländer haben angesichts sinkender Infektionszahlen Öffnungen für Touristen angekündigt. Die Einrichtungen sollten frühstens im Juni öffnen, forderte Lauterbach.

„Dann gibt es genug bereits Geimpfte, dass der Betrieb sicher starten kann.“ Kritik übte Lauterbach auch daran, dass Bundesländer touristische Lockerungen bereits ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 planen. „Für Öffnungen braucht es eine deutlich niedrigere Inzidenz, etwa bei 50 oder noch niedriger“, sagte Lauterbach.

Dann seien auch weitergehende Lockerungen nötig. „Die Homeofficepflicht müsste dann beispielsweise für vollständig Geimpfte wegfallen.“ Der Impfpass wäre dann die „Eintrittskarte zurück ins Büro.“

Bedenken, der Impfausweis sei nicht fälschungssicher, wies er zurück. „Es ist eine Gefahr für das Infektionsgeschehen, wenn Menschen mit gefälschten Impfpässen unterwegs sind“, sagte er. „Aber das kann kein Grund sein, Geimpften Lockerungen zu verwehren. Wir müssen nun mit den Bescheinigung arbeiten, die wir haben.“ Außerdem müssten Fälschungen hart bestraft werden.

Stichwort „Sieben-Tage-Inzidenz“ – die muss natürlich immer weiter heruntergeschraubt werden, damit der Lauterbach-Lockdown so lange wie möglich – mindestens bis zur Bundestagswahl – durchgezogen wird. Schließlich ist unser System noch nicht komplett zusammengebrochen. Und bis das passiert, gibt Lauterbach auch nicht auf.

Zeit, dass ihn mal jemand in mediale Quarantäne steckt. (Mit Material von dts)