Mehr Impfpropaganda in Schulen und Familien: Bundesregierung will „viel Überzeugungsarbeit leisten“

Foto:Von Oksana Kuzmina/shutterstock

Je entschiedener und klarer sich deutsche Bundesminister auf eine Position festlegen und diese offen aussprechen, umso zuverlässiger und sicherer kann man davon ausgehen, dass das genaue Gegenteil davon eintreten wird. So war es bei Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit seinem Versprechen, es werde nicht noch einmal zu einem Lockdown kommen, oder mit seiner Ablehnung von Sonderrechten für Geimpfte und Genesene. Beides wurde jeweils wenige Monate später Realität. Und jetzt erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek ihre vehemente Ablehnung einer Impfpflicht für Kinder und Jugendliche. Eltern sollten gewarnt sein.

Ich bin dafür, dass Impfen freiwillig bleibt„, sagte Karliczek gestern laut „dts Nachrichtenagentur“; sie räume allerdings ein, dass „wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.“ Das heißt in der Praxis also: Impfpropaganda schon in den Kitas, an den Schulen, im Elternhaus. Die unkritische Anpreisung der Corona-Impfkampagne erfolgt dabei mit denselben Argumenten, die im Falle bewährter und seit Generationen wohlerprobter Impfungstoffe im Streit mit kategorischen Impfgegnern ihre Berechtigung haben, die sich hier allerdings wie Werbeslogans für die Pharmaindustrie anhören – und angesichts des experimentellen Charakters der gentechnischen Covid-Pioniervakzine sind sie das wohl auch.

Impfen sei eine Errungenschaft der modernen Medizin, die es der Gesellschaft ermögliche, überhaupt mit so schnell „mit der Pandemie fertig zu werden und damit auch die Todeszahlen kleinzuhalten„, jubelt Karliczek, und predigt in verklärter Entzückung: „Der Impfstoff, den wir haben, ist sicher und wirksam, das hat sich gezeigt!„. Deswegen habe man auch das ganz normale, bewährte Zulassungsverfahren gewählt und keine Notfallzulassung. Allerdings, das verschweigt sie, gilt auch diese reguläre Zulassung weiterhin nur bedingt. Die Ministerin appellierte an die Bürger, „Vertrauen in die Wissenschaft“ zu haben. Natürlich sind hier nur die politisch genehmen Vertreter der Wissenschaft gemeint.

Wieso nun plötzlich wieder „Herdenimmunität“?

Ihr sei es außerdem wichtig, so Karliczek, weiter daran zu arbeiten, dass die Menschen Vertrauen haben, denn: „Dann können wir es schaffen, eine Herdenimmunität zu generieren.“ Moment – wieso nun doch wieder eine Herdenimmunität? Eine solche gibt es nur bei steriler Immunität – wenn also Geimpfte weder reinfiziert werden noch das Virus weitergeben können. Dass weder das eine noch das andere bei den zugelassenen Covid-Impfstoffen der Fall ist, steht mittlerweile fest – wird uns aber doch von den Befürwortern der Impfkampagne seit Wochen als kein Grund zur Beunruhigung erklärt, weil es schließlich nur um die Verhinderung schwerer und womöglich kritischer Verläufe ginge – und dies würden durch den Impfschutz zuverlässig gewährleistet.

Wenn das zutrifft, dann brauchte es jedoch auch keine Herdenimmunität mehr – weil dann der Individualschutz das Impfziel ist und folglich jene, die selbst gar kein oder ein nur marginales Erkrankungsrisiko haben (eben Kinder und Jugendliche) auch keine Impfung benötigen. So unglaubwürdig wie die Beschwichtigung, es werde keine Impfpflicht geben (indirekt gibt es sie bereits, durch die aufkommende Impf-Apartheid!), so unlogisch ist die Begründung der Politik, warum selbst die Jüngsten gespritzt werden sollten. (DM)