„Todesdroge“?: 67 Fälle von schweren Thrombosen nach Astrazeneca-Impfung

Foto: Impfzentrum (über dts Nachrichtenagentur)

Während habgierige Politiker und Pharma-Lobbyisten weiterhin darauf schwören und versuchen, den Stoff, aus dem die Albträume sind, an den kranken Mann zu bringen, gibt es wieder neue Horrorzahlen zu diesem Thema:

Die Zahl der gemeldeten schweren Thrombose-Fälle im zeitlichen Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung ist weiter gestiegen. Bis zum 30. April seien 67 Fälle einer Thrombose mit Thrombozytopenie (TTS) gemeldet worden, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) unter Berufung auf den neuen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). 14 Patienten – fünf Männer und neun Frauen – seien verstorben.

Bei der Mehrzahl der Fälle (67 Prozent) handelte es sich demnach um Sinusvenenthrombosen. Nach der Impfung mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna sei bisher kein Fall eines Thrombose-Thrombozytopenie-Syndroms (TTS) berichtet worden, schreiben die Zeitungen.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat derweil die Entscheidung von Bund und Ländern kritisiert, ein deutlich kürzeres Impfintervall bei Astrazeneca zuzulassen. „Die Verkürzung des Intervalls muss überdacht werden“, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Wenn das Argument ist, dass damit die Menschen früher von Lockerungen profitieren können, halte ich das für bedenklich“, sagte er.

So habe eine vor wenigen Monaten publizierte Studie der Universität Oxford ergeben, dass ein größerer Abstand zwischen den beiden Impfungen positive Auswirkungen auf die Wirksamkeit haben könnte. „Das muss man berücksichtigen, bevor man hier aufs Tempo drückt“, mahnte der Ärztepräsident. Die beschlossene Aufhebung der Priorisierung nannte er dagegen angemessen.

Mit Baden-Württemberg hat sich nun aber auch ein weiteres Bundesland vom Versprechen des Bundesgesundheitsministers distanziert, wonach die Impfpriorisierung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca angeblich „vollständig“ aufgehoben sei. „In den Impfzentren gilt weiterhin für alle Impfstoffe gegen das Coronavirus die Priorisierung“, teilte das baden-württembergische Ministerium und Integration am Freitag mit. Freigegeben sei Astrazeneca nur in den Arztpraxen.

Auch Schleswig-Holstein und das Saarland hatten bereits mitgeteilt, dass bei der Impfung mit Astrazeneca entgegen der Ankündigung des Bundesministers weiterhin eine Form der Priorisierung gelte. Damit wird erst am Tag nach der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) offensichtlich, dass Spahn sich bei seinen Länderkollegen nicht mit seiner Forderung vom Mittwoch durchgesetzt hat, als er in einem WDR-Interview ankündigte, Astrazeneca werde „für Arztpraxen wie für Impfzentren“ komplett freigegeben. Am Donnerstag verkündete er nach der GMK schließlich zwar eine „vollständige“ Freigabe, vermied aber nun das Wort „Impfzentren“.

Irgendwie wird man den Stoff schon loswerden können. Immerhin winkt nach Verabreichung wieder die Freiheit. Die Freiheit, sich einen Friedhof auszusuchen. (Mit Material von dts)